Hanfparade 2019 – Legalisierung nur mit dir

Die Hanfparade fand am Samstag, den 10. August 2019 in Berlin statt.

Wir starteten und endeten im Jahr 2019 am selben Ort! Los ging es um 12 Uhr am Neptunbrunnen, in unmittelbarer Nähe zum S+U Bahnhof Alexanderplatz mit dem weltberühmten Berliner Fernsehturm.

„Legalisierung nur mit dir“
das Motto der 23. Hanfparade am 10.08.2019

Sowohl bei Cannabis als Rohstoff, Cannabis als Genussmittel, wie auch bei Cannabis als Medizin ist ein deutliches Defizit an Informationen in der Bevölkerung vorhanden. Diesem wollen wir effektiv entgegenwirken, in dem wir uns dieses Jahr auf die Aufklärung in vielen verschiedenen Bereichen konzentriert haben.

Presse zur Hanfparade 2019

Vor der Hanfparade

Während der Hanfparade

Nach der Hanfparade

Videos von der Hanfparade 2019

Hanfparade 001 Eröffnung

Auf der Hanfparade mit dabei als Paradewagen waren:

  • der Hanfparade Demowagen
  • Bündnis90/Die Grünen
  • Eberswalder Crew
  • Die Linke
  • Legalize Niederlande
  • Junge Liberale FDP
  • Way to Wonderland
  • Linksjugend solid
  • Save Berlin
  • Piraten

Demoroute:

Die Hanfparade 2019 startete am 10.08.2019 um 12 Uhr mit der Bühne am Berliner Alexanderplatz (Spandauer Straße). Gleich daneben, in der Karl-Liebknecht-Straße, rüsteten die Paradewagen auf und machten ihre ersten Soundtests. Währenddessen unterhielt die Bühne bis 15 Uhr die TeilnehmerInnen mit der Auftaktkundgebung, politischen Reden und Musik.

Der Umzug startete ab 15 Uhr durch die Berliner Innenstadt. Er führte die TeilnehmerInnen und etwa ein Dutzend Paradewagen über die berühmte Straße “Unter den Linden”, durch das Regierungsviertel, zum Bundesgesundheitsministerium.

Im Anschluss zog Deutschlands größte Pro-Hanf Demo durch das touristische Zentrum der Stadt wieder zum Alexanderplatz.

Grafik der Route der Hanfparade 2019

Abschlusskundgebung am Alexanderplatz

Auf der Spandauer Straße nähe Alexanderplatz fand wie in den Vorjahren die große Abschlusskundgebung der Hanfparade statt. Es gab ein spannendes Programm mit Reden und Livemusik auf der Bühne. Außerdem ein Nutzhanfareal, das Forum für Hanfmedizin sowie viele Infostände und Mitmachangebote mit Informationen zu Hanf als Grundstoff für Industrieprodukte. Diverse Vereine und andere Organisationen haben mit Infoständen Aufklärungsarbeit geleistet.

Redner & Bands auf der Hanfparade Auftaktkundgebung 12-15 Uhr

Redner & Bands auf der Hanfparade Abschlusskundgebung 18-22 Uhr

Hanfparade 2018 – Aufklärung statt Verbote!

Die Hanfparade 2018 fand am Samstag, den 11. August in Berlin statt.

Wir starteten und endeten erstmals in unserer Geschichte im Jahr 2018 am selben Ort! Los gings um 12 Uhr am Neptunbrunnen, in unmittelbarer Nähe zum S+U Bahnhof Alexanderplatz mit dem weltberühmten Berliner Fernsehturm.

„Aufklärung statt Verbote“
das Motto der 22. Hanfparade am 11.08.2018

Sowohl bei Cannabis als Rohstoff, Cannabis als Genussmittel, wie auch bei Cannabis als Medizin ist ein deutliches Defizit an Informationen in der Bevölkerung vorhanden. Diesem wollen wir effektiv entgegenwirken, in dem wir uns dieses Jahr auf die Aufklärung in vielen verschiedenen Bereichen konzentriert haben.

Was wir wollen

Die Pflanze Hanf in der vollen Breite ihrer Nützlichkeit wieder bekannt und interessant machen, außerdem sollen Vorurteile und Stigmatisierungen abgebaut werden.

Hanf als Nutzpflanze fördern

Hanf leidet nach wie vor unter dem Stigma der Wahrnehmung als „Drogenpflanze“. Trotz einer breiten Palette an zukunftsträchtigen Verwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel als Kleidung, Baustoff oder Lebensmittel, wird Hanf meistens noch mit den rückständigen Fehlinformationen vermeintlicher Aufklärungskampagnen assoziiert. Dem hielt die Hanfparade 2018 ein großes Nutzhanfareal und eine Hanfmeile mit Infoständen entgegen, auf welchen die volle Produktpalette dieser vielfältigen Pflanze präsentiert wurde.

Zugang zu Cannabismedizin erleichtern

Auch wenn in Deutschland ab 2017 die Krankenkassen die Kosten für medizinisches Cannabis übernehmen sollen, bleibt es ein zeit- und kraftraubender Akt für Bedürftige an Cannabismedizin zu gelangen. Wir fordern einen massiven Bürokratieabbau und das Recht, sich seinen Medizinalhanf selbst anzubauen!

Cannabis als Genussmittel legalisieren

Vom Cannabiskonsum gehen bekanntlich weniger Risiken für das Individuum und die Gesellschaft aus, als vom Konsum der legalen Drogen Alkohol und Nikotin. Ungeachtet dessen hält die derzeit herrschende Politik am Hanfverbot durch das Betäubungsmittelgesetz fest. Angeblich zum Schutz der Gesundheit. Dieser Schutz wird jedoch durch das Fehlen von Kontrollen ausgesetzt und Konsumenten werden durch Streckmitteln oder anderen Verunreinigungen geschädigt. Ein Ziel der Hanfparade ist es deshalb, möglichst vielen Menschen aufzuzeigen, dass das Verbot schlimmere Folgen hat als vom Konsum selbst ausgehen. Desweiteren ist ein effektiver Jugendschutz nur durch einen regulierten Markt umsetzbar.

Aufklärung statt Verbote! Legalisierung jetzt!

Videos zur Hanfparade 2018

Playlist: Hanfparade 2018 - Aufklärung statt Verbote!

Berliner Deklaration

Die Berliner Deklaration aus dem Jahr 2018 ist eine Zusammenstellung unserer Überzeugungen verbunden mit einem Forderungskatalog an die Bundesregierung. Sie wurde zur Hanfparade von den Teilnehmern mitgezeichnet und dem Bundesministerium für Gesundheit und der Drogenbeauftragten übersendet.

Ja, wir sind der Überzeugung, dass Drogenkontrollen – ausgenommen im Straßenverkehr oder bei bestimmten beruflichen Anforderungen – irrationale Akte sozialer Kontrolle ohne generalpräventive Wirkung sind, die grundlegende Menschenrechte verletzen. Drogenprobleme lassen sich nicht strafrechtlich, sondern nur mit wissenschaftlich fundierter Aufklärung und durch kulturelle Integration lösen. Aufklärung zu Erlangung von Drogenkompetenz, Drogenmündigkeit und Drogenautonomie (das Gegenteil von Drogenabhängigkeit) ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Der Staat darf die Bürger durch die Drogenpolitik nicht schädigen. Es ist deshalb notwendig, Schaden und Nutzen der Drogenpolitik ideologiefrei wissenschaftlich zu überprüfen. Das kann nach unserer Auffassung nur dazu führen, die Drogenprohibition aufzugeben und legale Bezugswege zu schaffen, weil wir wissen, dass die derzeitigen Drogenkontrollmaßnahmen als ineffizient und nutzlos zu klassifizieren sind, da sie ein großes Hindernis zur Einführung von neuen Strategien, um das Problem sowohl auf globaler wie auf lokaler Ebene anzugehen, darstellen. Es ist zu befürchten, dass die Verstärkung der aktuellen Politik zu einer Verschlechterung der Drogensituation beiträgt und zunehmend die Glaubwürdigkeit dieser Politik in der breiten Öffentlichkeit im allgemeinen schwindet.

RednerInnen der Hanfparade 2018

Foto von Lisa Haag

Lisa Haag

Foto von Lisa Haag Lisa Haag aus Berlin kommt und betreibt das CannaFem Network. Reden von Lisa Haag auf der ...
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Foto von Enrico Fletzer (ENCOD)

Enrico Fletzer

Enrico Fletzer vom ENCOD Exekutivkommitee kommt aus Italien zu uns. Er ist italienischer Journalist, Übersetzer, Dolmetscher und Mitglied des Exekutivkomitees ...
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Chibo Mertineit auf der Hanfparade 2013

Chibo Mertineit

Chibo Mertineit auf der Hanfparade 2013 Chibo Mertineit lebt seit 1987 in Nimbin, New South Wales, Australien, und arbeitet seit ...
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Foto von Rolf Ebbinghaus bei einer Rede auf der Hauptbühne der Hanfparade 2014

Programm der Abschlusskundgebung

Das Programm für die Hanfparade ist jetzt vollständig. Nachdem wir hier vor zehn Tagen das Programm der Auftaktkundgebung vorstellen konnten, ...
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Mr. Bong alias Giacomo di Monterosso, Prinz von Hoheneichen, alias Klaus Joachim Rothenberg

Mr. Bong

Mr. Bong alias Giacomo di Monterosso, Prinz von Hoheneichen, alias Klaus Joachim Rothenberg (Künstler, Glasbläser, Sänger, Witzbold und Berater für ...
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Programm der Auftaktkundgebung

Dieses Jahr gibt es wieder ein hochkarätiges Programm auf der Bühne der Hanfparade. Alle Programmpunkte der Auftaktkundgebung sind fest eingetütet, ...
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Hans Cousto

Hans Cousto, geboren im Frühling 1948 in Monthey in der französischen Schweiz, wuchs als Kind deutschsprachiger Eltern in einem bilingualen ...
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Pierre Rousseau

Pierre Nölle-Rousseau, 1972 in Wuppertal geboren, ist Dozent für Kynologie (Lehre von Rassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten von ...
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Jan Fährmann

Jan Fährmann, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik der Grünen in Berlin Jan Fährmann von der LAG Drogenpolitik der Grünen in Berlin ...
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Krsten Kappert-Gonther MdB Bundestagsfraktion Buendnis 90/Die Gruenen

Kirsten Kappert-Gonther

Kirsten Kappert-Gonther wurde am 3. November 1966 in Marburg geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Nach ihrem ...
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Georg Wurth, DHV-Geschäftsführer

Georg Wurth

Georg Wurth ist ehemaliger Finanzbeamter mit umfangreicher politischer Erfahrung. Nach dem Abitur hat er an der FH als Finanzbeamter Steuerrecht ...
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Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher Die Linke

Niema Movassat

Niema Movassat, geboren 1984 in Wuppertal, studierte Rechtswissenschaften in Düsseldorf und schloss 2009 erfolgreich ab. Im selben Jahr zog er ...
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Jost Lessmann

Jost spricht auf der Hanfparade für das Grüne Hilfe Netzwerk e.V. Der Verein ist 1994 auf Initiative der Cannabis-Bundeskonferenz entstanden ...
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Piotr Markiełaŭ

Piotr Markiełaŭ ist der Kommunikationsdirektor von Legalise Belarus für politische Bildung und Lobbyarbeit in Belarus (Weißrussland). Piotr Markielau, Legalize Belarus ...
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Michael Knodt (Patient und freier Journalist)

Michael Knodt

Michael Knodt wurde in Hessen geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Er studierte zunächst Geschichte und Journalistik, absolvierte anschließend ...
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Mariana Pinzón Becht

Mariana Pinzón Becht ist in Mexiko aufgewachsen und hat Religionswissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft in Heidelberg studiert. Vor allem die Gewaltsituation ...
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Frank Tempel

Geboren 1969 in Belzig (Brandenburg), absolvierte Frank Tempel eine Berufsausbildung zum Landmaschinenschlosser. 1993 wechselte er in den Polizeidienst in Thüringen ...
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Maximilian Plenert auf der Hanfparade 2015

Maximilian Plenert

Maximilian Plenert (* 1982) ist seit über 20 Jahren drogenpolitisch aktiv. Den Anfang hat sein Engagement bei der Grünen Jugend ...
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Niklas Schrader

Niklas Schrader, geboren 1981 in Berlin, ist Mitglied des Abgeordnetenhaus von Berlin, Mitglied des Vorstandes der Fraktion Die Linke und ...
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Florian Rister

Florian Rister (DHV) studierte Politikwissenschaft in Marburg und arbeitete dort in der Betreuung eines an MS erkrankten Ehepaars sowie einem ...
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Jugendrichter Andreas Müller

Andreas Müller

Andreas Müller, geboren 1961 in Meppen im Emsland, ist Jugendrichter in Bernau bei Berlin. Nach dem Jura-Studium und anschließenden Referendariat ...
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Foto von Rolf Ebbinghaus bei einer Rede auf der Hauptbühne der Hanfparade 2014

Rolf “Rollo” Ebbinghaus

Rolf "Rollo" Ebbinghaus, Kurator des Hanf Museums in Berlin, hat die Entwicklung der Legalisierungsbewegung und insbesondere der Hanfparade seit Anfang ...
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Foto von Werner Graf

Werner Graf

Werner Graf, 1980 in Neumarkt in der Oberpfalz geboren, ist seit Dezember 2016 Vorsitzender der Berliner Grünen. Von 2000 bis ...
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Danny Ralph Cäsar

Danny Ralph Cäsar (24) auch Bekannt unter Mein Leben mit Cannabis, ist seit 2015 aktiver Cannabis-Patient und Aktivist. Neben seiner ...
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Bands der Hanfparade 2018

DJane Grace Kelly

Grace Kelly arrived in Berlin in 1996, coming from Bahia in Brazil to the verge of Western Europe.Her DJ career ...
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Beatsafari

In 2008 Beatsafari decided to go on a music safari and so they put fresh music and positive vibes in ...
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DJ Rave Nation

Zur Hanfparade kommt DJ Rave Nation. Er definiert sich durch seinen melodischen Techno. Seinen Namen hat er für den Club ...
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protokumpel zur Hanfparade 2018

protokumpel – das ist deutschsprachiger Elektro-Rock und Hartpop mit Punk-samples und Attitüde! In protokumpel vereinen sich hauptstadtrüpelei und liebe zum ...
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Foto mit Sicht vonn der Bühne der Hanfparade 2014 abends

Ganjaman

Lasst euch überraschen was Ganjaman zur Hanfparade auffährt! Ganjaman gibt uns deutschsprachigen Reggae- und Dancehall von der Hanfparade-Bühne. Mit seinen ...
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Hier sind die Teams hinter den Paradewagen auf der Hanfparade 2018:

Video Galerie

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Magazin zur Hanfparade 2018

Um unsere Ziele und viele Hintergrundinformationen zu Hanf an unsere Teilnehmer und interessierte Mitbürger zu bringen, erscheint seit 2017 das “Hanfparade Magazin”. Das Magazin erscheint 2018 in einer Auflage von 20.000 Stück und wird Deutschlandweit verteilt, sowie am Tag der Hanfparade an Teilnehmer/innen und Passanten.

Hier kannst du die Ausgabe zur Hanfparade 2018 anschauen und downloaden:

Motto 2018: Aufklärung statt Verbote

Drogenkontrollen – ausgenommen im Straßenverkehr oder bei bestimmten beruflichen Anforderungen – sind irrationale Akte sozialer Kontrolle ohne generalpräventive Wirkung, die grundlegende Menschenrechte verletzen. Dorgenprobleme lassen sich nicht strafrechtlich, sondern nur mit wissenschaftlich fundierter Aufklärung und durch kulturelle Integration lösen. Aufklärung zu Erlangung von Drogenkompetenz, Drogenmündigkeit und Drogenautonomie (das Gegenteil von Drogenabhängigkeit) ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Der Staat darf die Bürger durch die Drogenpolitik nicht schädigen. Es ist deshalb notwendig, Schaden und Nutzen der Drogenpolitik ideologiefrei wissenschaftlich zu überprüfen. Das kann nach unserer Auffassung nur dazu führen, die Drogenprohibition aufzugeben und legale Bezugswege zu schaffen. Aus dieser Erkenntnis leitet sich das Motto der Hanfparade 2018 ab: Aufklärung statt Verbote.

Das kurz gefasste Motto ist mit klaren Forderungen verknüpft, die wir in der Berliner Deklaration zusammengefasst haben. Wir wissen, dass die derzeitigen Drogenkontrollmaßnahmen als ineffizient und nutzlos zu klassifizieren sind, da sie ein großes Hindernis zur Einführung von neuen Strategien, um das Problem sowohl auf globaler wie auf lokaler Ebene anzugehen, darstellen. Es ist zu befürchten, dass die Verstärkung der aktuellen Politik zu einer Verschlechterung der Drogensituation beiträgt und zunehmend die Glaubwürdigkeit dieser Politik in der breiten Öffentlichkeit im allgemeinen schwindet.

In die Berliner Deklaration sind Textpassagen aus den folgenden – zum Teil schon fast historischen – Dokumenten eingeflossen:
* Heidelberger Deklaration
* Kein Knast für Drogen
* Forderungskatalog Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit e. V.
* Stellungnahme der Drogen- und Suchtkommission zur Verbesserung der Suchtprävention
* CATANIA RAPPORT, EUROPÄISCHE PARLAMENT, 2004
* MANIFEST FÜR SICHERE UND GESUNDE DROGENPOLITIK IN EUROPA
* Manifest Schildower Kreis
* Das Weltkulturerbe der Psychonautik – ein drogenpolitisches Manifest
* Das Manifest von LEAP Deutschland
* Cannabispetition Deutscher Hanfverband

Weitere Informationen zu unserer Philosophie und den Hintergründen zu unserem Engagement für eine Neuausrichtung der Drogenpolitik und zur Beendigung des „Krieges gegen Drogen“ befinden sich auf unserer Website in der Rubrik Ziele & Motto.

Kiffer sind nach wie vor Fahndungsziel der Polizei

Die Abbildung zeigt die Repressionskoeffizienten für diverse Delikte mit Bezug zu Cannabis als Zeitreihe von 1987 bis 2017. Die rote Linie zeigt die auf den Konsum bezogenen Delikte (allgemeine Verstöße), die gelbe Linie die Delikte in Bezug auf Handel und Schmuggel, die grüne Linie die Delikte in Bezug auf die Einfuhr nicht geringer Mengen und die blaue Linie zeigt die Entwicklung bezüglich des illegalisierten Anbaus von Hanf. Angezeigt wird die Zahl der erfassten Delikte pro 100.000 Einwohner.
Datenquelle: BKA Wiesbaden. Es gilt die Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

In Deutschland wurden noch nie so viele Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) registriert wie im letzten Jahr. Delikte in Bezug auf das BtMG sind in erster Linie reine Kontrolldelikte, das heißt, die Zahl der registrierten Delikte hängt vor allem von der Fahndungsintensität seitens der Polizei ab. Offenbar nutzt die Polizei die frei gewordenen Kapazitäten vor allem um Drogenkonsumenten – Personen, die zumeist keinen anderen Personen einen Schaden zufügen – zu verfolgen. Dabei intensiviert die Polizei vor allem die Jagd auf Kiffer. Gemäß der Kriminalstatistik 2017 des Bundeskriminalamtes stieg im Jahr 2017 die Anzahl der polizeilich registrierten Delikte wegen Verstoßes gegen das BtMG im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 9,2 Prozent, bei den Delikten in Bezug auf Cannabis insgesamt um 11,5 Prozent und bei den allgemeinen Verstößen (auf den Konsum bezogene Delikte, Besitz kleiner Mengen zum Eigenverbrauch) in Bezug auf Cannabis um 13,9 Prozent.

Zeitreihen mit den aktuellsten Daten bezüglich der Repression gegenüber Cannabiskonsumenten in den letzten Jahrzehnten offenbaren die akute Notwendigkeit sich gegen diesen Repressionswahnsinn zu wehren und die Legalisierungsbewegung zu unterstützen, zum Beispiel durch die Teilnahme an der Hanfparade, die am Samstag, 11. August 2018, in Berlin stattfinden wird.

Repression gegen Cannabiskonsumenten im Zeitvergleich

Die Repressionskoeffizienten stiegen bis 2004 nahezu kontinuierlich an und die Häufigkeitszahl bei den auf den Konsum von Cannabis bezogenen Delikte erreichte den Wert von 160 erfassten Delikte pro 100.000 Einwohner, bei den auf Handel mit und Schmuggel von Cannabis bezogenen Delikte stieg der Wert auf 49. In den folgenden Jahren sanken diese Werte wieder um dann wenige Jahre später wieder anzusteigen.

Im letzten Jahr stieg der Repressionskoeffizient bei den auf Cannabiskonsum bezogenen Delikte auf dem Rekordwert von 201 Delikte pro 100.000 Einwohner, was einer Zunahme von 26 Prozent gegenüber dem Wert von 2004 entspricht. Bei den auf Handel und Schmuggel bezogenen Delikte lag die Zahl der Delikte mit Bezug zu Cannabis im Jahr 2017 bei 39 pro 100.000 Einwohner, was 21,7 Prozent weniger sind als 2004. Im Vergleich zum Zeitpunkt vor vierzehn Jahren, als die Repressionskoeffizienten einen neuen Höchstand erreichten, hat die Repression gegen Cannabiskonsumenten deutlich zugenommen, beim Handel und Schmuggel ist dies jedoch nicht der Fall.

Presseerklärung zur Hanfparade 1999

Berlin, den 24.08.99

Presse-Erklärung

In gerade mal 4 Tagen – am 28. August – wird die HANFPARADE’99 gegen 14 Uhr am Berliner Alexanderplatz starten, um durch die Straße Unter den Linden durch das Brandenburger Tor in den Tiergarten zu ziehen, wo gegen 16 Uhr die Abschlusskundgebung beginnt, die bis 22 Uhr angemeldet ist. Da das Bündnis HANFPARADE e.V. – als Veranstalter dieser Demonstration – in diesem Jahr nicht auf eine Hauptbühne sondern auf 13 Paradewagen als stationäre Bühnen setzt, wird ein vielfaches an politischen Aussagen, kulturellem Rahmenprogramm und Hanfproduktpräsentationen geboten. Intention ist auch im dritten Jahr die vollständige Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genußmittel. Wir erwarten ca. 100.000 TeilnehmerInnen zu dieser bunten, friedlichen Veranstaltung.

Wenn die diesjährige Hanfernte planmäßig abgeschlossen werden kann, wird auch eine “frisch entwickelte” Hanfmähmaschine des Naturinstituts an der Parade teilnehmen und später im Nutzhanfareal ausgestellt werden. Aber das ist noch längst nicht alles:

Einen bzw. mehrere Paradewagen gestalten werden u. a. : Comando Walrot (Berlin), Hanf Koordination (Schweiz), Kassablanca Gleis 1 (Jena), Treibhaus (Kassel), Dosto e.V. (Bernau), B.U.H. e.V. (Schöppenstadt), gaffa Musikmagazin (Berlin), HIGHLIGHT (Karlsruhe), Shiva’s Garden (Halle), LAG Drogen v. B90/Die Grünen (Berlin), PDS (Berlin), Merkwürden e.V. (Dresden), Obubuwa Productions in Kooperation mit dem FIPS e.V. (Berlin), Simson’s (Berlin), ein HANFÖL-PKW (Dettelbach), grow! Mariuhana Magazin (Darmstadt), Aids-Hilfe & Café Positiv (Berlin), Cannabis Universe (Leipzig), Die Grauen (Berlin), Chill Out e.V. (Potsdam) u. a.

Die Tour de Hanf ist schon am 21. August gestartet – schließlich braucht man eine Weile, wenn man mit dem Fahrrad aus der Schweiz zur HANFPARADE’99 radelt. Inzwischen sind die Sportler, die mit dieser Tour auf das Schicksal der für Hanf inhaftierten Menschen hinweisen wollen, schon fast 400 km gefahren und müssten heute Abend nach den Stationen Winterthur (Schweiz) und Stuttgart in Heidelberg ankommen. Weiter geht es dann über Friedberg, Kassel und Wolfsburg nach Berlin, zur geschlossenen Teilnahme an der HANFPARADE’99.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Presseareal, dass direkt gegenüber des Brandenburger Tors im Tiergarten gelegen ist und für Sie nicht nur Schnittchen, Kaffee und eine Pressemappe bereit hält. Ab 17 Uhr wird auch Howard Marks (der seinerzeit weltweit größte Hash-Dealer und inzwischen Bestseller-Autor) im Presseareal eine Stunde lang zu Ihrer Verfügung stehen – also schauen Sie doch einfach vorbei und schicken Sie aus dem Presseareal am besten gleich eine e-mail an Ihre Redaktion – diesen Service bieten wir übrigens den ganzen Tag.

In der Hoffnung, Sie am nächsten Samstag auf der HANFPARADE’99 begrüßen zu können,
verbleibe ich mit hanf-grünen Grüßen.

Martin Müncheberg
i.V. BHP Presse AG

http://www.hanflobby.de/hanfparade/
28. August 1999, Berlin – Mit Hanf in die Zukunft!
Legalisierung jetzt! *Ich bin dabei!*

 


HanfparadeGeschichte der Hanfparade von 1997 bis heute → Presseerklärung zur Hanfparade 1999


 

Pressemitteilung zur Hanfparade 2005

Berlin, 4. Juni 2005

Der Konflikt mit Berlin

oder: Warum wir nicht feiern dürfen

In den vergangenen acht Jahren fand die Hanfparade stets einen würdigen Abschluss in unserer großen Abschlusskundgebung.

Mit Bühnenprogrammen, Nutzhanfareal, Kinderland, Speakers Corner und dem Markt der Möglichkeiten ist es uns gelungen Interesse an der Kulturpflanze Hanf zu wecken, Hilfesuchenden mit ehrlichen Informationen zur Seite zu stehen und die Politik an ihr Versprechen einer besseren Drogenpolitik zu erinnern. Darüber hinaus wurde die Hanfparade mit ihrer aufwändigen Abschlusskundgebung zu einem festen Bestandteil des Berliner Kulturkalenders.

Dennoch wird es in diesem Jahr keine “klassische” Abschlusskundgebung geben!

In jedem Jahr lässt sich die Stadt Berlin etwas Neues einfallen um unserem berechtigten Demonstrationsbedürfnis Steine in den Weg zu legen. Wir sehen uns dabei in einer Reihe mit vielen anderen Demonstrationen und Veranstaltungen denen das Land Berlin das Leben solange schwer macht, bis die Veranstaltung unmöglich wird. Man denke nur an die endlosen Diskussionen um Loveparade, Fuckparade oder Christopher Street Day.

Bereits die zweite Hanfparade im Jahr 1998 musste sich mit der Willkür der Stadtregierung beschäftigen, da der damalige Polizeipräsident auf Intervention des Bürgermeisters Diepgen (CDU) die Abschlussveranstaltung der Hanfparade kurzerhand verbot. Erst ein Gericht konnte damals die Stadt in ihre Schranken weisen.

Auch in den folgenden Jahren ließ die Berliner Versammlungsbehörde als willfähriger Ehrfüllungsgehilfe der Regierendenkaste nichts unversucht, die Hanfparade zu be- oder wenn möglich zu verhindern. Obwohl die Versammlungsbehörde gesetzlich zu einer “versammlungsfreundlichen Zusammenarbeit mit dem Veranstalter” verpflichtet ist, wurden willkürliche Beschränkungen für Marktstände gemacht, die die Hanfparade an den Rand des finanziellen Kollaps brachten; Routen, ja ganze Abschlusskundgebungen wurden verlegt um eine effektive Mobilisierung zu erschweren. Man ging sogar soweit, den Ordnern der Hanfparade das Tragen von gleichfarbigen T-Shirts zu verweigern, da dies gegen das Uniformitätsverbot verstoße. Preisfrage: Wann hat man das letzte Mal Security ohne Securityjacken gesehen?

In diesem Jahr gelang es der Versammlungsbehörde den schwarzen Peter an das Amt für Umwelt und Natur des Bezirks Pankow weiter zu geben. Dieses Verbot die Abschlusskundgebung der Hanfparade im Berliner Mauerpark mit der Begründung, sie würde “Anlagenbesucher gefährden und unzumutbar stören“. Der Bezirk ignoriert unser verfassungsmäßiges Recht zu demonstrieren und erfindet sich eine abstrakte Gefährdung des Mauerparks.

Dies geschieht jedoch nicht aus echter Sorge um den Zustand der Grünanlagen, waren doch alle angemeldeten Versammlungsbauten auf der Schwedter Straße geplant. Vielmehr geht es dem Bezirk darum Geld zu sparen. Anders kann man nicht erklären, dass die Hanfparade wie geplant ablaufen könnte, wenn ein teurer Reinigungsvertrag abgeschlossen worden wäre. Das eine solche Reinigung ein Vielfaches des gesamten Hanfparade-Etats kostet, wurde vom zuständigen Bezirksstadtrat Matthias Köhne (SPD) mit einem Schulterzucken abgetan.

Berlin gibt sich gern nach außen als weltoffene, liberale und zutiefst demokratische Kulturstadt – Wenn man jedoch versucht seine demokratischen Rechte wahrzunehmen, lernt man schnell, dass Berlin in Wirklichkeit mehr einer von Bedenkenträgern, Verweigerern und Verhinderern regierten Kleinstadt gleicht.

WIR LASSEN UNS DAS DEMONSTRIEREN NICHT VERBIETEN!

Alle die mit uns gegen Behördenwillkür und Regierigen-Terror kämpfen wollen, sind herzlich zur Hanfparade2005 am Samstag den 13.August eingeladen.

Bündnis Hanfparade e.V.
c/o Hanf Museum – Berlin
Mühlendamm 5
10178 Berlin

Fon (0178) 65 94 399

News vom Orgateam der Hanfparade

An dieser Stelle informiert das Organisationsteam der Hanfparade über Aktivitäten und Neuigkeiten zum Thema Cannabis und Legalisierung. Wir haben auch einen e-Mail Newsletter, den du weiter unten abonnieren kannst!

Aktuelle News von der Hanfparade

Hanfparade 2021 Flyer Grafik 50 Jahre Verbote - Zeit für Emanzipation

Pressemitteilung zur Hanfparade 2021

Die Hanfparade ist die größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel in Deutschland. Sie findet seit 1997 jährlich in Berlin …
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Hanfparade 2021 Flyer Grafik 50 Jahre Verbote - Zeit für Emanzipation

Magazin zur Hanfparade 2021

Um unsere Ziele und viele Hintergrundinformationen zu Hanf an unsere Teilnehmer/innen und interessierte Mitbürger/innen zu bringen, erscheint seit 2017 das “Hanfparade Magazin”. Das Magazin erscheint …
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Band LOST auf der Hanfparade

LOST

Wer auf artige Vorzeigeschwiegersöhne setzt, sollte hier stoppen. Denn das, was nun auf euch zukommt, ist nichts für schwache Nerven: LOST sind drei Jungs aus Berlin, die …
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Blick von der Bühne auf die Zuschauer

Hanfparade – Mitmachen!

Am 26. September 2021 wird die kommende Bundestagswahl – offiziell „Wahl zum 20. Deutschen Bundestag“ genannt – stattfinden, also wenige Wochen nach der Hanfparade. Die …
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