Die Hanfparade steht kurz vor der Tür und die Vorbereitungen laufen in vollem Gange. Hanffreunde aus aller Welt haben sich eingefunden, um uns zu unterstützen. Vor allem in Berlin sind dieser Tage viele fleißige Hände am Werk, damit die Demonstration ein Erfolg wird.
Ein Teil dieser ‚hanfenden Freunde‘ hat sich bereits am Wochenende zu einer großer Bastelaktion in Kreuzberg versammelt. Neben zahlreichen Demonstrationsschildern entstand ein Riesenjoint aus Pappmaschee. Im Sinne von „Jeder Kiffer hat sein Kreuz zu tragen“ soll dieser von einem Jesus Christus-Darsteller über die Parade getragen werden.
Darüber hinaus wurde dem Hanfparade Orga-Team die Möglichkeit in Aussicht gestellt, die genutzten Kellerräume langfristig zu mieten.
Um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung garantieren zu können, fand am Dienstag ein erstes offizielles Helping Hands-Treffen statt. Es wurde koordiniert, geplant, und erste Aufgaben wurden verteilt. Unter dem Namen „Hemping Hands auf der Hanfparade“ gibt es eine Facebook-Gruppe, um die Kommunikation zu den Aktivisten außerhalb von Berlin zu erleichtern. Falls ihr spontan noch Lust und Zeit habt, uns zu unterstützen, tragt euch ein. Dort findet ihr auch eine Liste der noch zu verteilenden Aufgaben. Wer Facebook nicht benutzen mag, kann uns mailen oder anrufen.








Der Balkan ist die Region Südosteuropa und bekannt für seine Musik und die eindrucksvollen Balkantänze. Aber was hat die Hanfparade mit dem Balkan zu tun? Auch dort wurde und wird wie fast überall auf der Welt Hanf angebaut, konsumiert und genutzt, aber das ist nicht der Grund.
Dieser Plan ist allerdings bei den Wagenbetreibern auf geringe Gegenliebe gestoßen. Einige haben sich bereit erklärt, es dieses Mal mit etwas anderem auszuprobieren. Die meisten aber haben ihre eigenen Szene-DJs, die sich schon enorm auf ihren Auftritt auf der Hanfparade freuen. Dennoch wird die Musikauswahl auf der Hanfparade 2015 deutlich vielseitiger sein als früher: Funk, Soul, Drum’n’Bass, Jazz, Psytrance, Darkpsy, Hitech, Reggae, Minimal, Turntablism, Hiphop und natürlich: Techno. (Nur z.B. einen Schlager-, Rock- oder Metal-Wagen gibt es immer noch nicht. 
Auf der Abschlusskundgebung der Hanfparade unter dem Motto „
Dass Cannabis eine uralte, nebenwirkungsarme, natürliche Medizin ist, die vielen Menschen helfen könnte, hat sich bis in „bürgerliche Kreise“ herumgesprochen. Selbst die in Hanffragen sonst lernresistente Bundesregierung musste angesichts der Entwicklungen in den USA, Portugal und vielen anderen Ländern einräumen, dass Cannabinoide (so heißen die im Hanf enthaltenen Wirkstoffe) bei einem breiten Indikationsspektrum therapeutisch wertvoll sind und hat „Cannabismedikamente“ zugelassen.
Eine „stinknormale“ Medizinalpflanze ist Hanf jedoch trotz eindeutiger wissenschaftlicher Faktenlage und unzähliger lebender Beweise in Form zufriedener Cannabispatienten noch lange nicht. Wer in Deutschland Cannabis als Medizin nutzen will, muss demütigende bürokratische Hürden nehmen und nicht zuletzt das nötige Kleingeld haben. Das Dogma von der drogenfreien Gesellschaft und die Angst vor einer Verharmlosung des Konsums von Cannabis an sich verhindern eine rationale Bewertung der Möglichkeiten von Hanf als Heilmittel.
