Logo des Forums für Hanfmedizin auf der Hanfparade

Maximilian Plenert spricht im Forum für Hanfmedizin

Logo des Forums für Hanfmedizin auf der Hanfparade

Logo des Forums für Hanfmedizin auf der Hanfparade

Das „Forum für Hanfmedizin“ ist die zentrale Anlaufstelle auf der Hanfparade für alle Fragen zum Thema Cannabis als Medikament. Hier wird in Vorträgen und Diskussionsrunden über die in Deutschland erhältlichen Cannabismedikamente und die aktuelle Forschung informiert. Damit dies gelingt, arbeitet die Hanfparade mit wichtigen Organisationen und Einzelpersonen aus der Welt des deutschen Medizinalhanfs zusammen. Ohne die in den vergangenen Jahren zwischen organisierten Cannabispatienten wie die Cannabis-Patientengruppe Berlin, ihren Ärzten und der Hanfparade gewachsenen engen freundschaftlichen Beziehungen wäre das „Forum für Hanfmedizin“ nicht möglich.

Maximilian wird auf der diesjährigen Hanfparade über die Erfahrungen von Patienten mit verschiedenen Cannabissorten aus Apotheken berichten sowie über Cannabinoidvorkommen in verschiedenen Züchtungen sprechen. Auch häufig gestellte Fragen zum Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz wird er thematisieren und von Erfahrungen berichten, die Patienten in diesen Zusammenhängen gemacht haben.

Gemäß einer aktuelle APOSCOPE-Studie bezeichneten über ein Viertel der deutschen ApothekerInnen die Lieferengpässe bei Cannabisblüten als große Hürde in der Cannabisversorgung. Die Gründe liegen vor allem darin, dass Deutschland das „Gras“ importieren muss, zum Beispiel aus den Niederlanden oder Kanada. Im Jahr 2019 sollte die erste Ernte von deutschem Cannabis auf den Markt kommen, doch das Vergabeverfahren wurde gestoppt. Eine noch größere Hürde stellt für die Apotheken nur noch die Bürokratie dar, sagte fast die Hälfte der Befragten. Jeder Fünfte kritisierte die Identitätsprüfung in der Apotheke, die vor Abgabe des Arzneimittels zu machen ist. Für die Gewährleistung einer befriedigenden Cannabisversorgung in der Apotheke sind demnach noch etliche Hürden zu eliminieren.

Maximilian Plenert auf der Hanfparade 2015

Maximilian Plenert auf der Hanfparade 2015

Maximilian wird sein reichhaltiges Wissen zum Thema von 17:00 bis 19:00 Uhr im Forum für Hanfmedizin vermitteln. Zuerst wird er einen Vortrag halten, dann steht er für Gespräche mit Patienten und anderen interessierten Menschen zur Verfügung.

Maximilian Plenert ist Patientenbotschafter der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoid-Medizin (IACM), wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Sens Media und leitet die Cannabis-Patientengruppe Berlin, die sich jeden ersten und dritten Freitag im Monat um 18:00 Uhr im Café Ulrichs im Hause der Berliner AIDS-Hilfe trifft.

Maximilian Plenert, 17:00 bis 19:00 Uhr im Forum für Hanfmedizin auf der Abschlusskundgebung

Hanfparade 2018 Flyer

Pressemitteilung zur Hanfparade 2018

Hanfparade 2018 Flyer

Hanfparade 2018 Flyer

Berlin, 1. August 2018 – Vor mehr als 20 Jahren, am 23. August 1997, startete die erste Hanfparade in Berlin. Und seit dem gab es jedes Jahr eine Hanfparade in Berlin, wobei die Geschichte der Hanfparade von diversen Höhen und Tiefen geprägt ist. Am Samstag, 11. August 2018, wird die 22. Hanfparade in Berlin starten, um wie jedes Jahr für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel zu demonstrieren. Das diesjährige Motto der Hanfparade lautet:

Aufklärung statt Verbote

Die Hanfparade wird mit einer Auftaktkundgebung um 12:00 Uhr auf der Spandauer Straße beim Neptunbrunnen südlich des Bahnhofs Alexanderplatz beginnen. Um 15:00 Uhr wird von dort der Umzug mit etwa einem Dutzend Musikwagen starten. Dieser führt über die berühmte Straße Unter den Linden, durch das Regierungsviertel, über den Hauptbahnhof vorbei am Kanzleramt und Reichstag zum Bundesgesundheitsministerium, wo eine Übergabe der Forderungen der Hanfparade (Berliner Deklaration) in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken wird. Von dort führt der Weg zurück in die Spandauer Straße, wo von 17:00 bis 22:00 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden wird. Dort wird es außer Reden und Musik zahlreiche Infostände, ein Nutzhanfareal, ein Bereich für Patienten sowie Informationen zu Cannabis als Medizin geben.

Die Berliner Deklaration

Seit Jahrzehnten appellieren die unterschiedlichsten Organisation an die Bundesregierung, die Kriminalisierung von Drogenkonsumenten zu beenden. Dies war bisher jedoch nicht von Erfolg gekrönt – ganz im Gegenteil, noch nie war die Zahl der registrierten Betäubungsmitteldelikte so hoch wie im Jahr 2017. Im Jahr 2017 lag diese bei 330.580, davon betrafen 203.389 allein Delikte im Zusammenhang mit Cannabis, wobei hier der Anteil der auf den Konsum bezogenen Delikte über 80 Prozent betrug. Trotz der jährlich zunehmenden Repression sinkt die Zahl der Cannabiskonsumenten nicht – die auf Verbotspolitik beruhende repressive Vorgehensweise muss deshalb als gescheitert klassifiziert werden.

Vor diesem Hintergrund hat das OrgaTeam der Hanfparade die Appelle der letzten Jahrzehnte durchforstet und in der Berliner Deklaration zusammengefasst. Herausgekommen ist dabei ein detaillierter Forderungskatolog an die Bundesregierung. Dieser ist auch im 44 Seiten umfassenden Magazin zur Hanfparade abgedruckt. Das Magazin erschien 2018 in einer Auflage von 20.000 Stück und wird im Vorfeld der Hanfparade deutschlandweit verteilt sowie während der Hanfparade an TeilnehmerInnen und Passanten.

Die Hanfparade befürwortet für jeden erwachsenen und kompetenten Menschen die freie Wahl der psychoaktiven Substanzen zur Erforschung eigener, nicht-alltäglicher Bewusstseinszustände. Dafür muss die Voraussetzung geschaffen werden, dass umfassende fachkundige Orientierungshilfen statt pauschaler Verteufelung angeboten werden. Dazu gehört nicht nur die vollständige Legalisierung und Regulierung des Cannabismarktes, sondern auch die umgehende Amnestie von Opfern des Drogenkriegs; die Forderung nationale und internationale Abkommen, die einer Entkriminalisierung entgegenstehen, zu überdenken und neu zu formulieren sowie das Ende des Drogenkrieges.

Kontakt für Rückfragen:

Martin Steldinger
Tel: 030 2424827 (im Hanf Museum) oder 0176 294 124 05
www.hanfparade.de


Berliner Deklaration
https://www.hanfparade.de/ziele-motto/berliner-deklaration/

Programm Auftaktkundgebung
https://www.hanfparade.de/2018/07/programm-der-auftaktkundgebung/

Programm Abschlusskundgebung
https://www.hanfparade.de/2018/07/programm-der-abschlusskundgebung/

Magazin zur Hanfparade 2018
https://www.hanfparade.de/2018/07/magazin-zur-hanfparade-2018/

Flyer und Poster in Druckqualität
https://www.hanfparade.de/mitmachen/poster-drucken/

Umgebungsplan zur Kundgebung
https://www.hanfparade.de/wp-content/uploads/2018/07/karte-berlin-hanfparade-2018-kundgebung.png

 

Umgebungsplan Kundgebung Hanfparade 2018

Umgebungsplan Kundgebung Hanfparade 2018

Gruppenfoto nach der Abschlusskundgebung des GMM 2014 Berlin im Görlitzer Park Berlin

1000 Mal Hanfparade in Berlin?

Gruppenfoto nach der Abschlusskundgebung des GMM 2014 Berlin im Görlitzer Park Berlin

Genau richtig zum Flyer verteilen: ein gemütlicher Park

Es sind nur noch knapp zwei Wochen bis zur Hanfparade 2018 – jetzt ist die beste Zeit, die bevorstehende Demonstration ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und alle denkbaren Werbemaßnahmen einzusetzen, damit die Zahl der Teilnehmer wieder sehr groß ausfällt.

Schaffen wir es, dass in dieser Woche in 1000 Cafés, Kneipen, Bars, Clubs, Spätis, Shops etc. in Berlin jeweils (mindestens) ein Hanfparade-Poster hängt?

Poster könnt ihr euch zu den Öffnungszeiten kostenlos im Hanf Museum Berlin abholen. Mit einem Stapel Poster unter dem Arm sowie mit Tesa und Gaffertape bewaffnet sucht ihr euch ein paar Straßen mit viel Gastronomie in eurer Nähe oder gezielt Einrichtungen, und fragt am besten einfach, ob man hier ein Poster aufhängen darf. Darauf gibt es nur eine Reihe möglicher Antworten:

  • „Hanf? Sowas kommt uns nicht ins Haus!“ – Wenn man Zeit & Lust hat, kann man sich auf eine Diskussion mit Argumenten einlassen. Oder zum nächsten gehen.
  • „Wow, cool! Klar haben wir Platz für ein Hanfparade-Poster! Gib mir am besten 2 oder 3, ich hänge sie auf.“ – Topp, Auftrag hier erledigt.
  • „Hm? Jo is okay. Guck mal, ob du im Gang zu den Toiletten einen Platz findest.“ – Auf zur Tat. Tesa ist hübscher, hält aber manchmal nicht. Tipp: Plakat einer Veranstaltung suchen, die bereits stattgefunden hat, und Hanfparade-Poster sauber drüber kleben.
  • „Keine Ahnung, das entscheidet mein Chef, aber der ist gerade nicht da.” – Ein Poster übergeben und bitten, dass er/sie den Chef bei nächster Gelegenheit um Erlaubnis zum Aufhängen fragt.

Außerdem können natürlich vielerorts Flyer platziert werden, wie auf Partys, Konzerten, Veranstaltungen und in Parks. Einige Sticker gibt es auch noch (ebenfalls im Hanf Museum Berlin).

Wer eine Menge Poster losgeworden ist, schreibt am besten die Anzahl und evtl. auch wo als Kommentar unter diesen Beitrag. Am Ende zählen wir zusammen. 🙂

PS: Um Plakate draußen anzukleben – sofern sich geeignete Orte finden lassen – eignet sich am besten Tapetenkleister! Das ist jedoch eine andere Aktion…

Foto von Rolf Ebbinghaus bei einer Rede auf der Hauptbühne der Hanfparade 2014

Programm der Abschlusskundgebung

Das Programm für die Hanfparade ist jetzt vollständig. Nachdem wir hier vor zehn Tagen das Programm der Auftaktkundgebung vorstellen konnten, beehren wir uns heute mit der Präsentation des Programms für die Abschlusskundgebung. Sachkundige Rednerinnen und Redner werden ihre Einschätzungen zur drogenpolitischen Entwicklung erläutern und zum Entspannen zwischendurch gibt es richtig gute Musik von bekannten Künstlern.

Zu Beginn der Abschlusskundgebung um 17:00 Uhr wird Moderatorin Mariana Pinzón Becht die TeilnehmerInnen der Demonstration eine kurze Vorschau auf das Programm vermitteln und dann wird es zum Einstieg temperamentvolle Musik von Beatsafari geben.

Krsten Kappert-Gonther MdB Bundestagsfraktion Buendnis 90/Die Gruenen

Krsten Kappert-Gonther MdB
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Kurz nach 18:00 Uhr geht es dann wieder ernsthaft zur Sache betreffend Drogenpolitik. Kirsten Kappert-Gonther, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und Sprecherin für Gesundheitsförderung sowie für Drogenpolitik der Fraktion der Grünen. Zuvor war Kirsten Kappert-Gonther Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, dort Sprecherin für Gesundheits-, Religions- und Kulturpolitik und seit 2015 bis 2017 Stellv. Fraktionsvorsitzende. Cannabis, Gesundheit und Politik wird ihr Thema sein. Danach wird der Cannabispatient und Journalist Michael Knodt zu Wort kommen. Seit 2004 arbeitet er als freier Mitarbeiter für deutschsprachige Hanf-Zeitschriften und leitete die Redaktion des Hanf Journals als Chefredakteur von 2005 bis 2013. Zur Zeit schreibt der zweifache Vater für das Vice-Magazin, den Nachtschatten-Verlag, Sensi-Seed, Leafly sowie zahlreiche deutsch- und englischsprachige Publikationen.

Michael Knodt

Michael Knodt war zudem langjähriger Kopf und Moderator einer der beliebtesten deutschen Sendung zum Thema Hanf und dessen Verbot, Exzessiv TV. Er wird über die derzeitige Situation der Cannabispatienten in Deutschland aufklären. Danach wird Chibo Mertineit (Hanfbotschaft Nimbin, Australien), ein altbekannter Aktivist, über die Entwicklung der Legalisierung sprechen.

Florian Rister

Gegen 18:25 Uhr wird Ganjaman das Publikum mit deutschsprachigem Reggae- und Dancehall erfreuen. Danach folgen gegen 19:20 Uhr drei Redner aus der Berliner Aktivistenszene. Zuerst wird Niklas Schrader, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Mitglied des Vorstandes der Fraktion Die Linke und Sprecher für die Politikfelder Datenschutz, Verfassungsschutz und Drogenpolitik, sprechen. Es folgen danach der Politikwissenschaftler Florian Rister, stellvertretender Geschäftsführer beim Deutschen Hanfverband, und Rolf “Rollo” Ebbinghaus, Kurator des Hanf Museums Berlin. Rollo hat die Entwicklung der Legalisierungsbewegung und insbesondere der Hanfparade seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht nur miterlebt, sondern auch tatkräftig mitgestaltet.

Piotr Markielau, Legalize Belarus

Piotr Markielau, Legalize Belarus

Nach dem dynamischen Auftritt von Checan / DVO wird es nach 20:30 Uhr zuerst nochmals ernst. Piotr Markiełaŭ, Kommunikationsdirektor von Legalise Belarus für politische Bildung und Lobbyarbeit in Belarus (Weißrussland). Die Kampagne zielt auf politische Aufklärung über psychoaktive Substanzen und die Befürwortung der Entkriminalisierung kleiner Mengen kontrollierter Drogen in Belarus ab. In Belarus herrschen harte Sitten und die Menschen, die sich dort für politische Änderungen einsetzen, haben es weit schwerer als die hier zu Lande der Fall ist. Piotr wird seine Rede auf Englisch halten, eine konsekutive Übersetzung in Deutsch ist vorgesehen. Die letzte Rede wird uns dann wieder heitere Seiten des Daseins erleben lassen. Mr. Bong alias Giacomo di Monterosso, Prinz von Hoheneichen, alias Klaus Joachim Rothenberg (Künstler, Glasbläser, Sänger, Witzbold und Berater für alle speziellen Lebenslagen) ist ein Szenekenner, Hanfaktivist, Geheimlegalizist und Hanf-Exfernsehmoderator aus Hamburg. Er wird uns in humorvoller Weise einen hanseatischen Blick auf die Legalisierungsbewegung vermitteln.

DJane Grace Kelly

Zum Abschluss der Kundgebung wird DJane Grace Kelly mit ihren Sounds bis kurz vor 22:00 Uhr nochmals für gute Stimmung sorgen. Nach der Ankündigung der nächsten Hanfparade am Samstag, 10. August 2019, wird um 22:00 Uhr die Demonstration beendet.

Im Programm zur Hanfparade 2018 sind alle Zeiten angegeben, an denen die SprecherInnen und MusikerInnen zu hören sein werden.

Hanfblock auf dem CSD 2017 in Berlin

Hanfblock auf dem CSD

Hanfblock auf dem CSD 2017 in Berlin

Hanfblock auf dem CSD 2017 in Berlin

Am Samstag, 28. Juli 2018, wird der 40. Christopher Street Day (CSD) durch Berlin ziehen. Die Hanfparade beteiligt sich dort am Hanfblock für eine offene, akzeptierende Drogenpolitik und die vorurteilsfreie Regulierung von Cannabis als Genussmittel, Rohstoff und Medizin. Treffpunkt für die Hanfaktivisten beim CSD ist die Ecke Kurfürstendamm / Uhlandstraße vor dem BMW-Haus um 11:00 Uhr. Der Hanfblock ist eine angemeldete Fußgruppe beim CSD.

Route des CSD 2018 in Berlin

Route des CSD 2018 in Berlin

Die Route des CSD führt vom Kurfürstendamm via Augsburger Straße, Nürnberger Straße, Tauentzienstraße, Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, Lützowplatz, Siegessäule zur Straße des 17. Juni, wo die große Abschlusskundgebung stattfinden wird, wo alle TeilnehmerInnen und BesucherInnen den Christopher Street Day bis Mitternacht zelebrieren können. Etwa 70 Trucks und 45 Fußgruppen werden nach Angaben der Veranstalter an der Parade teilnehmen.

Im Jahr 1979 zogen beim ersten CSD in Berlin etwa 500 TeilnehmerInnen durch die Stadt – zum 40. Jubiläum dieses Jahr werden am kommenden Samstag eine halbe Million Menschen erwartet. Der CSD ist die größte jährlich wiederkehrende politische Demonstration in Berlin. Das diejährige Motto lautet: „Mein Körper – meine Identität – mein Leben!“. Elf zentrale Forderungen zeigen, wie wichtig es ist, weiterhin für die Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen und anderen queeren Menschen zu kämpfen. Denn egal ob Politik, Gesellschaft, Bildung oder Arbeitsplatz, auch 39 Jahre nach dem ersten CSD in Berlin findet eine Diskriminierung noch auf allen Gesellschaftsebenen statt.

Historischer Rückblick

  • 1872 – Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches mit dem § 175 StGB. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.
  • 1935 – Anhebung der Höchststrafe von sechs Monaten auf fünf Jahre Gefängnis im Deutschen Reich.
  • 1957 – Strafrechtsänderungsgesetz in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, von einer Strafverfolgung abzusehen, wenn eine gesetzwidrige Handlung mangels schädigender Folgen keine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft darstellt. Dies setzte den § 175 faktisch außer Kraft, da das Kammergericht Berlin gleichzeitig urteilte, „dass bei allen unter § 175 alter Fassung fallenden Straftaten weitherzig von der Einstellung wegen Geringfügigkeit Gebrauch gemacht werden soll“. Homosexuelle Handlungen unter Erwachsenen blieben daher ab Ende der 50er Jahre in der DDR straffrei.
  • 1969 – Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village. Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seitdem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden, im Sommer eine Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben abzuhalten.
  • 1969 – Große Strafrechtsreform in der Bundesrepublick Deutschland (BRD). Das Totalverbot von Sex unter Männern wurde aufgehoben und nur noch die qualifizierten Fälle (Sex mit einem Unter-21-Jährigen, homosexuelle Prostitution und Ausnutzung eines Dienst-, Arbeits- oder Unterordnungsverhältnisses) blieben erhalten.
  • 1973 – Erste Homosexuellendemo in Berlin an Pfingsten – Menschen begrüßten die Demonstraten vom Straßenrand her mit Sprüchen wie: „Leider hat man euch Schwule nicht alle vergast.
  • 1978 – Der erste CSD in Europa fand in der Schweiz am 24. Juni 1978 in Zürich unter dem Namen Christopher Street Liberation Memorial Day statt.
  • 1979 – Erster CSD in Berlin mit 500 Teilnehmern.
  • 1992 – Streichung der Homosexualität aus der Liste der Krankheiten durch die Weltgesundheitsorganisation.
  • 1994 – Abschaffung des Paragraphen 175 in Deutschland.
  • 2001 – Eingetragene Lebenspartnerschaft für Lesben und Schwule in Deutschland eingeführt.
  • 2017 – Ehe für alle auch in Deutschland.

Wie lange es dauern wird, bis in Deutschland ein Gesetz „Cannabis für alle“ in Kraft tritt, hängt auch von Deinem Engagement ab. Beteilige Dich deshalb am Hanfblock auf dem CSD am kommenden Samstag, 28. Juli 2018, und komme zur Hanfparade am 11. August!

Gemeinsamer Infostand der Hanfparade, des Hanf Museums und des DHV am Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin 2018

Hanfparade auf dem Lesbisch-schwulen Stadtfest

Gemeinsamer Infostand der Hanfparade, des Hanf Museums und des DHV am Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin 2018

Gemeinsamer Infostand der Hanfparade, des Hanf Museums und des DHV am Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin 2018

Am 21. und 22. Juli fand wie jedes Jahr seit seit mehr als einem Vierteljahrhundert das Lesbisch-schwule Stadtfest in der Motzstraße statt. „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“ Unter diesem Motto veranstaltete der Regenbogenfonds e.V. zum 26. Mal Europas größtes Lesbisch-schwules Stadtfest im traditionellen Homo-Kiez am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg.

Die Hanfparade hatte dort einen Infostand wie im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem Hanf Museum und dem Deutschen Hanfverband (DHV) betrieben. Gemeinsam wurde da über Cannabis und die nach wie vor vorhandene Diskriminierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten aufgeklärt. Der Stand stand an der Ecke Eisenacher Straße / Motzstraße (vis-à-vis Toms Bar, Tom’s Hotel und der Kneipe Hafen). Der Zulauf war rege und es wurde nicht nur viel Infomaterial mitgenommen, sondern es wurden auch viele Unterschriften für die Petition von Franjo Grotenhermen gesammelt.

Teil der Hanfausstellung – über dem Hanfparadeplakat sind die zwei Gläser mit Hanfblüten zu sehen.

Teil der Hanfausstellung – über dem Hanfparadeplakat sind die zwei Gläser mit Hanfblüten zu sehen.

Die Petition an den Bundestag „Strafverfolgung von Cannabis-Patienten beenden“ hat den folgenden Wortlaut: „Der Bundestag möge beschließen, dass Patientinnen und Patienten, bei denen aus ärztlicher Sicht eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabinoiden medizinisch indiziert ist, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Durch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes soll verhindert werden, dass Patientinnen und Patienten, die Cannabis auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes verwenden, kriminalisiert werden können.“ Weit mehr als 300 Personen haben an unserem Stand diese Petition unterschrieben.

Am Stand lag auch eine Liste auf, wo man sich als Helfer (helping hand) für die Hanfparade eintragen konnte. Etwa drei Dutzend Personen haben sich dort eingetragen und sich bereit erklärt, auf der Hanfparade als Ordner, Standbetreuer, Broschürenverteiler und anderes mehr zu agieren.

Mit Hanfseilen gefesselt

Mit Hanfseilen gefesselt

Am Stand gab es auch eine Art kleine Ausstellung mit Produkten, die aus Hanf hergestellt werden – Baumaterialien, Stoffe, Seile und anderes mehr. Wie Hanfseile verwendet werden können, konnte man an unserem Nachbarstand von den Quälgeistern sehr schön sehen. Dort wurden mit aus Hanf gefertigten Seilen diverse Techniken des Fesselns gezeigt.

Ein Hauptkommissar und eine Hauptkommissarin haben sich am Samstag Mittag die Hanfblüten ganz genau angeschaut. Die beiden bekamen von Marion einen Vortrag über Nutzhanf und so erfuhren die Polizeibeamten, dass diese Blüten Samen enthalten, jedoch kein THC. Marion verabschiedete sie mit dem Satz: „Wer dieses Gras klaut hat selbst Schuld, da braucht ihr euch gar nicht einsetzten, denn wenn das Gras geraucht wird knallen höchstens die Samen beim Verbrennen und der Geschmack ist scGemeinsamer Infostand der Hanfparade, des Hanf Museums und des DHV am Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin 2018hrecklich.“ Sie bedankten sich für die Info und gingen lächelnd, damit war die Deko genehmigt.

Locke beim Hanfsamen abpacken

Locke beim Hanfsamen abpacken

WHO-Konferenz zu Cannabis

Cover der Stellungnahme (PDF)WHO schaut sich Cannabis an – Aktivisten aus allen Kontinenten treffen sich in Genf.

Ein historischer Tag im Inneren der Weltgesundheitsorganisation. Die WHO soll bei ihrem 40. Treffen das erste Mal Cannabis unter evidenzbasierten Ansätzen prüfen. Auch wenn die Ergebnisse nur eine Grundlage sind, könnte der Prozess zu einer Änderung der Einteilung von Cannabis unter den Drogengesetzen führen.

Der Thinktank FAAAT hat in einer koordinierten Aktion eine gemeinsame Stellungnahme der Zivilgesellschaft an die Experten der WHO übergeben, welche zur Zeit Cannabis und ähnliche Substanzen bewerten sollen. Die gemeinsame Stellungnahme wurde von über 110 Nicht-Regierungsorganisationen aus 35 Ländern mit gezeichnet, darunter der Hanfparade (Jakis e.V.). Auf der Liste der Zeichner sind Organisationen von Forschern, Ärzten, betroffene Personen, Patienten, Studenten, Gebraucherinnen und Suchtexperten. Der Text kritisiert die zahlreichen Voreingenommenheiten in den Vorbereitungen und in der Dokumentation des 40. Treffens des ECDD. Hashtag: #ECDD40

Auf der Webseite faaat.net/cannabis sind alle Informationen und Neuigkeiten zum Bewertungsprozess zu finden.

Hier kann die gemeinsame Stellungnahme eingesehen werden:
http://faaat.net/wp-content/uploads/ECDD40-CIVIL-SOCIETY-CONTRIBUTION.pdf

Programm der Auftaktkundgebung

Dieses Jahr gibt es wieder ein hochkarätiges Programm auf der Bühne der Hanfparade. Alle Programmpunkte der Auftaktkundgebung sind fest eingetütet, für die Abschlusskundgebung sind noch ein paar wenige Korrespondenzen nötig, bis auch dort alle Zusagen als definitiv betrachtet werden können.

Am Samstag, 11. August 2018, um 12:00 Uhr, wird auf der Bühne in der Spandauer Straße südlich des Bahnhofs Alexanderplatz das Programm der Hanfparade 2018 starten. Nach der Eröffnung der Versammlung durch den Versammlungsleiter Locke wird Moderator Hans Cousto die RednerInnen auf der Bühne begrüßen und vorstellen. Politiker von verschiedenen Parteien (Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen) werden ebenso zu Wort kommen wie Aktivisten (DHV, ENCOD) sowie ein Patient und ein Richter.

Da die Hanfparade in den Sommerferien stattfindet, haben einige der angefragten PolitikerInnen einem Auftritt auf der Hanfparade eine Absage erteilen müssen, da sie (zumeist mit ihrer Familie) zu dieser Zeit Urlaub machen. Ihnen wünscht das OrgaTeam der Hanfparade einen schönen Urlaub so wir die angeschriebenen PolitikerInnen in ihren Zuschriften uns eine schöne und erfolgreiche Demonstration wünschten.

Georg Wurth, DHV-Geschäftsführer

Georg Wurth, DHV-Geschäftsführer

Die erste Rede wird Georg Wurth (Geschäftsführer Deutscher Hanfverband, DHV) halten. Als Experte und Aktivist ist er im Bundestag ebenso bekannt wie in der Kifferszene, da er als einer der besten Kenner der Materie im Lande gilt. Danach wird der Cannabispatient Danny-Ralph Cäsar von seinem Schicksal und seiner Situation berichten.

Foto von Werner Graf

Foto von Werner Graf

In der Folge wird dann der Landesvorsitzende der Grünen in Berlin, Werner Graf, von den Aktivitäten in seiner Partei für eine Novellierung des Betäubungsmittelgesetze respektive für die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken berichten.

Nach einer musikalischen Einlage von DJ Rave Nation wird der neue drogenpolitische Sprecher der Linken, der Jurist, Niema Movassat, zeigen, dass er ebenso sachlich fundiert und pointiert die gegebenen Verhältnisse beschreiben kann wie sein Vorgänger in der Funktion, Frank Tempel.

Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher Die Linke

Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher Die Linke

Da Frank Tempel, vormals Kriminalbeamter, nicht mehr im Bundestag ist, sondern für die Landesregierung in Thüringen die Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt sowie eine Monitoringgruppe leitet, wird er nicht mehr wie in den Vorjahren auf der Hanfparade als drogenpolitischer Sprecher auftreten, sondern als erster Preisträger des „Hanf-Adlers“, der vom DHV Personen verliehen wird, die herausragende Leistungen in Sachen Drogenaufklärung und betreffend Drogenpolitik und Förderung der Cannabislegalisierung erbracht haben. Des weiteren wird in dieser Runde Jan Fährmann von der Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik der Grünen in Berlin sprechen. Jan Fährmann arbeitet als Jurist und Kriminologe in der Wissenschaft. Er beschäftigt sich mit den Bereichen Polizei-, Sicherheits-, Strafvollzugs- und Drogenforschung. Daneben hält er Vorlesungen über Grund- und Menschenrechte.

Jugendrichter Andreas Müller

Jugendrichter Andreas Müller

Nach einer weiteren musikalischen Einlage von Protokumpel werden Pierre Rousseau (Reverend der Zeugen Sativas), der Aktivist und Journalist Enrico Fletzer (Encod Exekutivkommitee) sowie der Richter Andreas Müller sprechen. Andreas Müller ist für seine direkten und klaren Ansagen landesweit bekannt und wird uns sicherlich vor dem Abmarsch des Umzuges einen kräftigen Motivationsschub geben.

Im Programm zur Hanfparade 2018 sind die Zeiten angegeben, an denen die SprecherInnen zu hören sein werden.

protokumpel zur Hanfparade 2018

protokumpel – das ist deutschsprachiger Elektro-Rock und Hartpop mit Punk-samples und Attitüde!

In protokumpel vereinen sich hauptstadtrüpelei und liebe zum provinziellen ich. Zwischen Berlin und Leeden (nrw) zocken tim phonic und Logan Zufall angezerrte 8-bit snares für eine bessere welt. Mangel an adrenalin kann man ihnen ebensowenig nachsagen wie übertriebene sensibilität angesichts der „umstände“. während sie sich gegenseitig sinister und stets feierbereit „durch restberlin schubsen“, um herrgottnochmal bloß niemals still zu stehen, fragt man sich, während der eigene allerwerteste mit 140 BPM über den tanzboden schubbert, ob der grobmotorische elektropunk von protokumpel nicht vielleicht auf einer metaebene auch als sozialkritik funktioniert. Keine angst, im nächsten moment verwirft man derartige gedanken, denn „das system muss weg“ nimmt einem das denken ab. Affirmativ as fuck schallt es aus den subwoofern des landes: protokumpel for president. „sonst sind wir alle futschikato!“

die soundbastler Logan Zufall und tim phonic schreiben und singen ihre lieder seit 2009.
live packen sie auch gern ukulele und trompete aus. und haben mitunter einen live-drummer am start. den rest erledigt ihr genügsamer kumpel roland sp-404.
seit ihrer gründung spielten protokumpel mehr als 150 konzerte, unter anderem als support für jamie t.

Mehr zu ihnen findest du auf ihrer Homepage.

Nachschau Hanfparade zur Mary Jane

Vom 8. bis zum 10. Juni fand in der Arena Berlin Deutschlands größte Hanfmesse statt – die MARY JANE. Neben diversen Ausstellern, appetitlichen Food-Ständen, unterhaltsamen Live-Konzerten und aufklärenden Vorträgen hatte auch das Hanf Museum, die Hanfparade und die Hanffaser Uckermark einen einladenden Gemeinschafts-Messestand: Die liebevolle Dekoration aus getrockneten Hanfpflanzen, Vorhängen aus Hanfstoff und durch Hanfseile ersetzte Kabelbinder begeisterte Interessierte aus aller Welt.

Als einziger Stand für Baustoffe hatte das Museum eine kleine Ausstellung vorbereitet: Zu sehen gab es die leichtbrennbare Hanfdämmwolle im Vergleich zu Styropor und Steinwolle, sowie weitere Informationen über den Baustoff der Zukunft. Aus Sicherheitsgründen durften die Ballen Hanfstopfwolle leider nicht präsentiert werden. Des Weiteren konnten die Besucher Hanfseile in unterschiedlichen Stärken und Arten erwerben.

Heiß begehrt waren ebenso die gerösteten Hanfsamen, die in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wurden: Scharfes Chili, Rosmarin mit Knoblauch und Meersalz, und für die Süßmäuler eine kandierte Variante. Darüber hinaus gab es wohlschmeckenden Tee und köstliche Kekse, natürlich aus Hanf. Somit wurde den Gästen der Nutzen dieser vielseitig verwendbaren Wunderpflanze ein großes Stück näher gebracht.

Sehr erfreulich war die Vielzahl an Unterschriften, die das Museum gegen die Strafverfolgung von Cannabispatienten gesammelt hatte. Außerdem meldeten sich wieder ehrenamtliche Helfer für die Hanfparade an, die dieses Jahr am 11. August stattfinden wird.

Doch nicht nur für uns und das Hanf Museum war das Wochenende ein voller Erfolg: Gute Stimmung herrschte auch bei den Messenachbarn. Diese hatten eine wunderbare Gelegenheit den Besuchern der MARY JANE ihre Konzepte und Ideen vorzustellen. Negativ aufgefallen war bedauerlicherweise, dass nicht wenige Aussteller den Nachhaltigkeitsaspekt ignorierten und angebotene Billigprodukte in Plastik verpackten. Nichtsdestotrotz herrschte auf dem Messegelände eine unbeschwerte Stimmung und sorgte bei den Teilnehmern für ein aufregendes Informationserlebnis.

Wir sehen uns zum nächsten großen Hanf-Event: Der Hanfparade am 11. August in Berlin!

Und schaut doch mal bei unseren Förderern ‚rein. Neben unseren vielen „Helfenden Händen“ machen sie die Hanfparade möglich! Danke an: Near Dark/Black Leaf, actiTube, Sensi Seeds, Weedmaps, Futurola, Barney’s Farm, VapoShop und BioBloom!