Mit Amewu steht einer der prägendsten und anspruchsvollsten Rap-Künstler Deutschlands auf der Barney’s Farm Bühne der Hanfparade 2026. Seit Jahren verbindet er technisch herausragenden Hip-Hop mit gesellschaftskritischen Inhalten und einer klaren Haltung.
Auf seinem aktuellen Album Haben oder Sein setzt sich Amewu mit Materialismus, sozialer Ungleichheit, Kolonialgeschichte und den Widersprüchen unserer Zeit auseinander. Seine Texte hinterfragen gesellschaftliche Zwänge, zeigen Perspektiven auf und machen Mut zu Solidarität und eigenständigem Denken. Musikalisch bewegt er sich zwischen modernem Rap, Trap, Grime, UK-Bass und klassischen Boom-Bap-Elementen – getragen von kraftvollen Produktionen und seiner unverwechselbaren lyrischen Präzision.
Mit seiner Mischung aus Tiefgang, Haltung und energiegeladener Bühnenpräsenz verspricht Amewu einen Auftritt, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig mitreißt. Ein Künstler, der Hip-Hop als Sprachrohr für gesellschaftliche Themen versteht und damit perfekt auf die Hanfparade passt.
Wenn Dareel Marley und MoneyMami gemeinsam die Bühne der Hanfparade betreten, treffen Reggae, Afrobeat, Dancehall, Hip-Hop und R&B auf geballte Live-Energie. Mit authentischer Ausstrahlung, mitreißenden Performances und einer starken Verbindung zum Publikum schaffen sie ein Konzerterlebnis, das lange nachhallt.
Dareel Marley verbindet moderne Afro- und Reggae-Sounds mit tiefen Wurzeln in der jamaikanischen Musiktradition. Seine energiegeladene Bühnenpräsenz, positive Botschaften und eingängigen Rhythmen machen ihn zu einem Publikumsmagneten auf Festivals, Clubshows und internationalen Events.
MoneyMami ist Sängerin, Rapperin, Performerin und Entertainerin aus Berlin. Mit über 20 Jahren internationaler Bühnen- und Tanzerfahrung sowie mehr als 10 Jahren als Host großer Dance-Events begeistert sie durch außergewöhnliche Crowd-Interaktion und starke Live-Performance. Ihre musikalische Reise begann bereits im Alter von sechs Jahren als Solistin in einem Gospelchor in den USA und wurde durch eine fundierte Gesangsausbildung ergänzt. Ihr Sound verbindet den Soul der 2000er-R&B-Ära mit der Attitüde des 90er-Hip-Hop. Ob mit Live-Band oder Backing-Tracks – MoneyMami liefert eine Show voller Energie, Authentizität und Emotion. Bereits stand sie mit Künstler:innen wie Shirin David, Summer Cem, Billa Joe, Million Stylez, Ace Tee, Loredana, Rola und Aisha Vibes auf der Bühne.
Gemeinsam stehen Dareel Marley & MoneyMami für ein vielseitiges Live-Programm voller Vibes, Energie und musikalischer Vielfalt – eine Performance, die Festivalbühnen, Stadtfeste und Clubshows gleichermaßen zum Beben bringt.
Freut euch auf Philly Knox bei der Hanfparade am 8. August in Berlin!
Die Berliner Musikerin bewegt sich mühelos zwischen Deutsch-Rap und Deutsch-Pop und erschafft einen einzigartigen Sound, der Leichtigkeit und Tiefgang verbindet. Mit viel Ironie, ehrlicher Selbstreflexion und einem feinen Gespür für die Widersprüche des Alltags erzählt sie Geschichten über Gedankenkarusselle, Chaos und die Suche nach sich selbst.
Ihre Songs treffen genau die Momente, für die einem oft erst später die richtigen Worte einfallen – mal nachdenklich, mal augenzwinkernd, aber immer authentisch. Philly Knox spricht aus, was viele fühlen, aber nur wenige aussprechen.
Erlebt Philly Knox live auf der Hanfparade und demonstriert mit uns am 8. August in Berlin für Legalisierung, Aufklärung und eine gerechte Cannabispolitik!
JAÏ ist eine Singer-Songwriterin mit afro-karibischen Wurzeln, die musikalische Brücken zwischen Kulturen, Kontinenten und Menschen schlägt. Geboren in Frankreich als Tochter eines kamerunischen Vaters und einer haitianischen Mutter, vereint sie in ihrer Musik die Rhythmen der Karibik mit Folk-, Soul- und Reggae-Einflüssen.
Mit ihrer warmen Stimme, ihrer positiven Ausstrahlung und ihren authentischen Texten über Liebe, Hoffnung und Resilienz schafft sie eine besondere Verbindung zum Publikum. JAÏ singt auf Haitisch-Kreolisch und trägt damit ihr kulturelles Erbe in die Welt hinaus. Ihre Konzerte sind mehr als musikalische Darbietungen – sie laden zum Mitmachen, Zuhören und gemeinsamen Erleben ein.
Zur Hanfparade am 8. August 2026 begrüßen wir auf der Bühne eine Künstlerin, die für Offenheit, Vielfalt und grenzenlose Musik steht: Willkommen JAÏ!
Toni Schuberl sitzt seit 2018 für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag. Er ist von Beruf Rechtsanwalt und Historiker. In seiner Fraktion kümmert er sich vor allem um rechtspolitische Fragen und arbeitet im Ausschuss für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Integration.
Schuberl setzt sich stark für Bürgerrechte und eine moderne Rechtspolitik ein. Besonders bekannt ist er für seine klare Kritik an der Drogenpolitik der CSU. Er wirft Söders Staatsregierung vor, viel zu streng mit dem neuen Konsumcannabisgesetz umzugehen. Obwohl das Gesetz schon seit zwei Jahren gilt, gibt es in Bayern bis heute keine einzige erlaubte Cannabis-Anbauvereinigung. Um die festgefahrene Debatte zu öffnen, organisierte die grüne Landtagsfraktion 2025 einen Runden Tisch. Dort saßen Menschen aus der Cannabisszene zusammen mit Vertreter*innen von Polizei, Justiz und Gesundheitsbehörden. Ziel war es, offen darüber zu sprechen, wie das Gesetz in der Praxis wirkt und wo es Probleme gibt.
Für viel Aufmerksamkeit sorgte Schuberl im April 2024, als er im Außenbereich des Maximilianeums – also am Sitz des Bayerischen Landtags – öffentlich einen Joint rauchte. Er sagte später, er habe damit ein Zeichen gegen den aus seiner Sicht übertriebenen „Verbotswahn der CSU“ setzen wollen. Kurz darauf brachte die CSU im Landtag das Bayerische Cannabisfolgenbegrenzungsgesetz auf den Weg. Dieses Gesetz schränkt das Rauchen von Cannabis im öffentlichen Raum in Bayern deutlich ein. Gegen das Gesetz sind inzwischen mehrere Klagen beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof anhängig.
Aufruf zum Plakat-Wettbewerb zur 30. Hanfparade! Mach mit und gestalte das offizielle Plakat für die Hanfparade 2026!
Die Hanfparade feiert 2026 ihr 30. Jubiläum – und wir wollen dieses besondere Ereignis mit einem Plakat feiern, das die ganze Bewegung repräsentiert. Das Motto des Jahres lautet: „Gerecht, Gesund, Genießen“.
Wir suchen kreative Köpfe, Designer und Künstler, die dieses Motto in einem einzigartigen Plakatdesign zum Leben erwecken! Dein Entwurf könnte bald überall in Berlin und darüber hinaus zu sehen sein und Tausende von Menschen zur größten Hanf-Demo Deutschlands einladen!
Was wir suchen:
Ein Plakat, das das Motto „Gerecht, Gesund, Genießen“ kreativ umsetzt.
Ein auffälliges Design, das Neugier weckt und die Botschaft der Legalisierung klar vermittelt.
Dein eigener, unverwechselbarer Stil.
Was du gewinnen kannst:
Dein Design wird das offizielle Plakat der Hanfparade 2026.
Anerkennung in der Hanf-Community und eine Präsentation deines Werks auf unseren Kanälen.
Welche Vorgaben gibt es?
MUSS: Hanfparade Logo oben
MUSS: Motto, Datum, Ort
8.8.’26 Berlin – Alexanderplatz/Neptunbrunnen – 12-22 Uhr
MUSS: unten 1/8 der Fläche für Förderer
MUSS: Motiv sollte als Richtwert in DIN-A2 passen – wir drucken aber auch kleiner und größer!
SOLLTE: Hanfblatt als Eyecatcher enthalten
SOLLTE: mehrere Ebenen enthalten um es auch auf Nicht-DIN-Formaten drucken zu können
SOLLTE: auch als T-Shirt Motiv nutzbar sein
SOLLTE: auch als (runder) Aufkleber nutzbar sein
SOLLTE: in 16:9 Video passen – Querformat.
SOLLTE: von weitem gut lesbar sein – nicht zu kleine Schrift
KANN: Platz für Text: Künstler*innen, „Bühne, Infostände, bis 22 Uhr“ etcpp
KANN: Rückseite für Flyer in deinem Style
Ihr könnt euch ab sofort mit euren Motiven mit einer eMail an info@hanfparade.de bewerben! Falls die Datei zu groß ist, gern auch über Wetransfer oder ähnliches.
Einsendeschluss ist der 23. November 16:20 Uhr – bis dahin sollte mindestens eine Skizze vorliegen, so dass wir in diesem Jahr noch ein fertiges Postermotiv haben! (Datum des Einsendeschluss wurde verlängert)
Am Samstag, den 8. August 2026, feiert die Hanfparade ihr 30. Jubiläum! Seit 1997 bringt Deutschlands größte Demonstration Menschen aus Politik, Kultur, Aktivismus und Wirtschaft zusammen, um für die Legalisierung von Cannabis einzutreten – als Rohstoff, Medizin und Genussmittel.
Treffpunkt: Alexanderplatz- Spandauer Straße – Höhe Neptunbrunnen Datum: 8. August 2026
Unter dem Motto „Gesund – Gerecht – Genießen“ rückt die Hanfparade in 2026 drei zentrale Aspekte von Cannabis in den Fokus:
Gesund – Cannabis als Medizin
Cannabis ist für viele Menschen mehr als eine Pflanze: Es ist ein Medikament. Ob bei chronischen Schmerzen, Schlafstörungen oder anderen Erkrankungen – medizinisches Cannabis hilft Patient:innen weltweit, ihre Lebensqualität zu verbessern.
Auf der Hanfparade berichten Ärzt:innen, Forscher:innen und Patient:innen von ihren Erfahrungen. Besucher:innen können sich an den Infoständen über die Wirkstoffe THC, CBD und CBG informieren und mehr über aktuelle Studien und politische Hürden beim Zugang zu medizinischem Cannabis erfahren.
Ziel ist es, Aufklärung zu fördern und den Druck auf die Politik zu erhöhen, den medizinischen Zugang zu erleichtern.
Gerecht – faire Gesetze und soziale Verantwortung
Ein zentraler Kern der Hanfparade ist die Forderung nach gerecht geregelten Gesetzen. Trotz wachsender gesellschaftlicher Akzeptanz ist Cannabis in Deutschland noch immer zu stark reglementiert – viele Konsument:innen und kleine Produzent:innen werden kriminalisiert.
Die Hanfparade macht deutlich: Legalisierung muss sozial gerecht sein. Das bedeutet faire Regeln für Patient:innen, Konsument:innen und Produzent:innen, Schutz der Jugend und Förderung von kleinen und nachhaltigen Betrieben.
Der Demonstrationszug, die Redebeiträge und Infostände informieren über den aktuellen Stand der Gesetzgebung und zeigen internationale Beispiele erfolgreicher Cannabispolitik.
Genießen – verantwortungsvoller Konsum
Cannabis kann auch ein Genussmittel sein – ähnlich wie Wein, Bier oder Kaffee – jedoch mit besonderen Anforderungen an Aufklärung und Verantwortung. Die Hanfparade setzt sich dafür ein, dass Konsum entkriminalisiert, sicher und bewusst stattfindet. Auf der Hanfparade erwarten Besucher:innen Informationen über Qualitätskontrolle, Dosierung und Konsumkompetenz. Gleichzeitig werden kulturelle Aspekte gefeiert: Musik, Kunst, Literatur und kulinarische Hanfprodukte zeigen die Vielseitigkeit der Pflanze.
Der Ablauf der Hanfparade 2026
Der Tag beginnt am Alexanderplatz mit der Auftaktkundgebung von 12 bis 15 Uhr an der zentralen Bühne. Anschließend zieht ein bunter Demozug durch Berlin, begleitet von Paradewagen für Rohstoff, Medizin und Genussmittel, tausenden Teilnehmer*innen und internationalen Gästen.
Der Zug führt in einem Rundkurs durch das Regierungsviertel, vorbei am Bundesministerium für Gesundheit und endet am am Alexanderplatz, wo an der Bühne die Abschlusskundgebung bis 22 Uhr stattfindet. Dort geht es weiter mit Reden von Aktivist:innen, Politiker:innen und internationalen Gästen, einiges an Musikprogramm und künstlerische Darbietungen.
Die 30. Hanfparade – ein Meilenstein für die Bewegung
Die Hanfparade 2026 ist (k)eine Feier, sondern ein politisches Statement: Für die vollständige Legalisierung, für soziale Gerechtigkeit, für sichere Konsummöglichkeiten und für die weltweite Entkriminalisierung von Cannabis.
Mit dem Motto „Gesund – Gerecht – Genießen“ setzt die Hanfparade ein starkes Zeichen: Cannabis ist eine Pflanze für viele Bereiche unseres Lebens – als Medizin, als Rohstoff und als Genussmittel – und verdient Anerkennung, Aufklärung und faire Gesetze. Hanfparade 2026 – Gesund, gerecht, genießen!
Wir sehen uns am 8. August ’26 auf den Straßen Berlins!
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der Zeitplan für die verschiedenen Bühnen der CaNoKo 2025 veröffentlicht wurde. Damit können sich alle Teilnehmer der diesjährigen Konferenz schon einmal ihr persönliches Programm zusammenstellen!
Schluss mit Krimi und Cannabis normal sind die Leitmotive der Legalizer
Vor mehr als einem Vierteljahrhundert startete am 23.August 1997 die erste Hanfparade am Ernst-Reuter-Platz seinen ersten Umzug durch Berlin. Das Motto lautete „Legalisierung jetzt! Mit Hanf in die Zukunft“ und so zogen damals in der Endphase der Kohl-Regierung Tausende voller Hoffnung auf eine neue Drogenpolitik durch die Straßen von Berlin.
Vor knapp einem Vierteljahrhundert, im Herbst 2001, kurz nach der Hanfparade, die damals am 1. September in Berlin stattfand, gab Emanuel Kotzian in Nürnberg die Nr. 1 des Hanf Journals heraus. Außer einem Bericht von der Hanfparade von Daniel Kühne war auf der ersten Seite ein längerer Artikel mit dem Titel „Allein machen’se dich ein – Wer die Legalisierung will, muss dafür etwas tun“ von Daniel Kühne und Tilmann Holzer abgedruckt. Der Titel ist heute genauso aktuell wie der Schlusssatz des Artikels: „Drogenpolitik macht sich nicht von selbst – sie muss gemacht werden.“ Zu den Mitarbeitern der ersten Ausgabe gehörte zudem Georg Wurth, der 2002 Geschäftsführer des frisch gegründeten Deutschen Hanfverbandes (DHV) wurde und den er dann 2004 als alleiniger Inhaber übernahm und bis heute leitet. Werner Graf, der seinerzeit Bundessprecher der Grünen Jugend war gehörte ebenso zu den Autoren der Nr. 1 des Hanf Journals wie Vanessa Machowetz und natürlich der Herausgeber Emanuel Kotzian.
Vor mehr als 20 Jahren wurde der Deutsche Hanfverband (DHV) in den Räumlichkeiten des Hanf Journals gegründet. Georg Wurth gilt seit Anbeginn als Spiritus Rector des DHV. Der DHV hat ein Büro in Berlin mit festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und diverse ehrenamtlich tätige Ortsgruppen in mehreren Städten in Deutschland. Der DHV gibt nicht nur Informationsmaterialien heraus, sondern organisiert auch Demonstrationen, Kongresse – bekannt unter dem Namen „Cannabis Normal Kongresse, CaNoKo“ – und veröffentlicht auf seinem Videokanal drogenpolitische Nachrichten, die DHV-News. Das Motto des DHV lautet „Schluss mit Krimi, Cannabis normal!“
Kiffen ist nicht kriminell, Kiffen ist normal
Der Richter Andreas Müller zeichnete sich in den letzten Jahren durch eine Medienpräsenz aus, die eine Dimension erreichte, die sowohl den Hanfverband als auch die Hanfparade übertrumpfte. Im September 2015 veröffentlichte Müller im Herder Verlag sein Buch, „Kiffen und Kriminalität“ , in dem er sich einem seiner großen Themen, der Legalisierung von Cannabis, widmet. In dem Buch zeigt Andreas Müller deutlich auf, welche Auswirkungen das Verbot von Cannabis auf die Gesellschaft und einzelne Menschen hat. Am 20. April 2022, präsentierte Andreas Müller gemeinsam mit dem Rapper GReeeN auf der 420-Demo in Berlin, die er maßgeblich mitorganisierte, den Song „Entkriminalisierung Sofort“ mit dem Refrain „Kiffen ist nicht kriminell, Kiffen ist normal“ vor der Parteizentrale der SPD in Berlin. Bereits am ersten Tag der Veröffentlichung des Videos „Entkriminalisierung Sofort“ wurde es über 100.000 mal auf YouTube aufgerufen. Inzwischen wurde das Video auf YouTube weit über eine Million mal aufgerufen, wobei anzumerken ist, dass das Video auch auf anderen Kanälen verfügbar ist.
Der Richter Andreas Müller ist nun nicht mehr nur Jurist, Sachbuchautor, gefragter Interviewpartner, Demonstrant und Redner auf Kongressen und Demonstrationen sondern neuerdings auch Rapper, der sich mit dem sehr gut gelungenen Stück „Entkriminalisierung Sofort“ als solcher am 20. April 2022 auf der 420-Demo präsentierte. Andres Müller ist ein engagierter Aktivist auf den unterschiedlichsten Ebenen der Information und Kommunikation. Er wird auf der diesjährigen Hanfparade am 9. August wieder auf der Hanfparade präsent sein und eine Rede halten.
CaNoKo-Hanf-Adler
Seit dem Jahr 2017 organisiert der Deutsche Hanfverband Konferenzen, die unter dem Titel „Cannabis Normal! Konferenz, CaNoKo“ bekannt geworden sind. Anlässlich dieser Konferenzen gab es auch jeweils Preisverleihungen für besondere Leistungen im Bereich Aufklärung, Wissenschaft und Aktivismus. Im Jahr 2017 erhielt der drogenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Partei die Linke, Frank Tempel, den Hanf-Adler für seine Verdienste. Auf der CaNoKo 2018 erhielten drei Personen die Ehrung eines Hanf Adlers: Der Hanf-Adler 2018 in der Kategorie „Wissenschaft“ ging an Prof. Stephan Quensel, einen Vordenker prohitionskritischer Wissenschaft seit Jahrzehnten. Der Hanf-Adler 2018 in der Kategorie „Politik“ ging an Hans-Christian Ströbele. Als einer der bekanntesten und beliebtesten Grünen-Politiker ist er ebenfalls seit Jahrzehnten mit seiner Forderung nach Legalisierung unterwegs, egal ob auf Parteitagen oder auf der Hanfparade. Hans-Christian Ströbele tätigte den Ausruf „Gebt das Hanf frei! – Und zwar sofort!“ während der Hanfparade 2002 in Berlin. Grammatikalisch falsch, jedoch korrekt zitiert, wurde dieser Spruch von Ströbele auch auf Hanfparaden skandiert. Und der Hanf-Adler 2018 in der Kategorie „Aktivismus“ ging an Micha Greif, Sprecher der DHV-Ortsgruppe München, für seinen jahrelangen engagierten, kreativen und seriösen Einsatz.
In den Jahren 2019 bis 2021 gab es keine Cannabis Normal Konferenzen, erst im Jahr 2022 war es wieder soweit. 2022 ging der Hanf-Adler in der Kathegorie Politik an den drogenpolitischen Sprecher der Linken Niema Movassat, in der Kathegorie Aktivismus an Ingrid Wunn (Sprecherin der Hanf-Initiative Frankfurt) und in der Kathegorie Wissenschaft an Bernd Werse (Leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for Drug Research am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt a.M.).
Die nächste Cannabis Normal Konferenz fand im Jahr 2024 statt. Der Preisträger des Hanf-Adlers in der Kathegorie Politik 2024 war der Essener SPD-Politiker Dirk Heidenblut. Dieser war als Mitglied des Gesundheitsausschusses maßgeblich in die Verhandlungen des CanG eingebunden und berichtete zusammen mit seiner Kollegin Carmen Wegge in sozialen Medien ausführlich, offen und transparent über alle Verhandlungsschritte auf dem Weg zum Gesetz. Neben dieser wertvollen Berichterstattung schenkte Heidenblut immer wieder Betroffenen der Prohibition, Cannabisaktivisten und Patienten als Ansprechpartner persönlich Gehör und sprach mit ihnen direkt, geradeaus und verständnisvoll. In der Kategorie Wissenschaft wurde 2024 mit Fabian „Doc“ Steinmetz ein bekanntes Gesicht der Szene ausgezeichnet. Als „wandelndes Drogenlexikon“ setzt sich der Toxikologe unermüdlich öffentlichkeitswirksam für Substanzaufklärung und die Sichtbarmachung von durch die Prohibition verursachten Schäden ein. Fabian Steinmetz ist dieses Jahr, wie schon im letzten Jahr, der Moderator auf der Bühne der Hanfparade. Der Weedmob als lose Vereinigungen von vielen Aktivisten und Aktivistinnen hat entscheidend dazu beigetragen, das öffentliche Meinungsbild in den sozialen Medien positiv zu verändern. Prohibitionisten konnten dank der Arbeit des Weedmobs nicht mehr ungestraft ihre Lügen und Halbwahrheiten verbreiten, sondern wurden sogleich angeprangert und richtiggestellt. Dafür gebührt den Mitgliedern des Weedmobs definitiv der DHV-Hanf-Adler in der Kategorie Aktivismus.
Cannabis Normal! Konferenz 2025
Vom 21. bis 23. November 2025 wird in der Alten Münze am Molkenmarkt 2 in Berlin-Mitte am Ufer der Spree die „Cannabis-Normal-Konferenz (CaNoKo)“ des Deutschen Hanfverbandes (DHV) stattfinden. Ein Thema, das seit Verabschiedung des CanG in aller Munde ist, dürfte medizinisches Cannabis sein. Die Verschreibung auf Privatrezept durch Telemedizinanbieter erlebt in Ermangelung von Fachgeschäften einen riesigen Boom. Die Session „Alles Apotheke? Echte Patienten vs. Anti-Aging für alle“ widmet sich offen dieser aktuellen Entwicklung und diskutiert mögliche Auswirkungen mit betroffenen Akteuren. In den zwei Sessions „CSC – Erfahrungen aus einem Jahr Betrieb“ und „CSC – Strategien im Behördendschungel“ berichten CSC-Pioniere über ihren Weg zu einer genehmigten Anbauvereinigung und diskutieren aufkommende Probleme.
Auch juristische Fragen spielen wieder eine große Rolle auf der CaNoKo. In der Session „DHV klagt! Die CanG-Fälle“ berichtet Georg Wurth gemeinsam mit Anwälten und Klägern von den Präzedenzfällen, die der DHV mit Hilfe von Spendengeldern führt, um die Unklarheiten des Cannabisgesetzes möglichst konsumentenfreundlich zu klären.
Trotz der umfangreichen Entkriminalisierung von Cannabis, erfahren noch immer viele Konsumenten Probleme im Job. In der Session „Diskriminierung am Arbeitsplatz“ wird gemeinsam mit Anwälten, Betroffenen und Gewerkschaftern Möglichkeiten, um sich beispielsweise gegen Abstinenzgebote auch in der Freizeit durch den Arbeiter zu wehren, diskutiert.
Die Session „Europarecht – Geht da was?“ widmet sich aktuellen Entwicklungen bei der für eine Legalisierung notwendigen Reformierung des Europarechts. Was haben die hanffreundlichen Parteien in Brüssel schon auf den Weg gebracht und wie sehen gangbare Lösungsansätze aus?
Die wissenschaftliche Evaluation des CanG ist bereits im Gesetz angelegt worden. Doch mit der Erwähnung im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist ihre Bedeutung noch einmal deutlich gewachsen. In der Session „Evaluation – Gefahr oder wichtige Erkenntnis?“ werden Wissenschaftler die Ergebnisse der ersten Evaluationsrunde präsentieren, weitere Forschungsvorhaben zum Thema Cannabis in Deutschland vorstellen und gemeinsam mit dem Publikum die Implikationen für die zukünftige Ausgestaltung des CanG diskutieren.
Des weiteren wird es noch viele spannende Sessions zum Thema Führerschein und Speicheltests, Aktivismus auf Socialmedia geben. Ein besonderes Highlight wird die traditionelle Politikerrunde der drogenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen am Freitagabend sein und natürlich die Verleihung des Hanfadlers. Für alle, die sich breitgefächert und gesellschaftlich mit dem Thema Cannabis auseinandersetzen, ist die CaNoKo in Berlin also wie immer ein absoluter Pflichttermin!
Die CaNoKo findet in der „Alten Münze“ ganz in der Nähe des Hanf Museums in Berlin Mitte statt:
In 2025: vom 21. bis 23. November Alte Münze, Haus 3, Am Krögel 2, 10179 Berlin
Text: Hans Cousto
Die Abschnitte zur CaNoKo-Konferenz im November 2025 wurden weitgehend der CaNoKo-Website entnommen.