
Das Grüne Leuchten, oder der grüne Blitz ist ein Atmosphären-Phänomen, welches bei Sonnenauf- und Untergang für wenige Sekunden zu beobachten ist. Trifft das Licht in einem bestimmten Winkel auf die Luftschichten über uns, werden die Sonnenstrahlen ähnlich wie in einem Prisma oder dem Regenbogen aufgespalten. Rot, Orange und Gelb finden sich in einem weiten Spektrum am Himmel, das Farbspiel bei Sonnenauf- und Untergang. Doch kurzwelligeres Licht kann bei klarem und sauberem Himmel als kurzer Schein oberhalb der Sonne, bzw. wenn die Sonne dahinter steht, über dem Horizont wahrgenommen werden. Blau und Violett werden meist in der Erdatmosphäre zerstreut, und so kann grünes Licht das Ende des Tages und im übertragenen Sinn das Ende der Prohibition einläuten. Oder auch den Morgen einer besseren Zeit, ohne Verfolgung und Unterdrückung verkünden.
Marihuana-Konsumenten sind gemeinhin sehr an allerlei Naturphänomenen interessiert. Man schätzt die guten Dinge des Lebens, sei es auch nur eine schöne Aussicht, oder der Sternenhimmel in einer klaren Nacht. Wenn sich dazu noch besondere Ereignisse gesellen, bspw. Wolken- oder Dämmerungsstrahlen oder gar ein Sternschnuppenregen, ist mensch davon natürlich begeistert. So ist es nicht verwunderlich, dass sich mancher auf den Weg macht, spektakulären Ereignissen beizuwohnen. Und nicht nur das, gerne wird der Sache auf den Grund gegangen: „Wie entstehen diese Dinge, woher kommt das?“
Wobei der romantischen Seite solcher Erlebnisse natürlich ebenfalls gedacht wird.
Bei Jules Verne heißt es in seinem Liebesroman „Das grüne Leuchten“ (Le Rayon vert), dass derjenige, der das Grüne Leuchten gesehen hat, in Liebesdingen nicht irrt, und so möge Grünes Licht die Herzen erhellen. Denn viel zu lange schon werden harmlose und gemütliche Gras-Raucher in die Kriminalität gedrängt. Auch die medizinischen Vorzüge bleiben weitestgehend ungenutzt, denn Cannabinoide werden gegenwärtig noch viel zu selten angewendet. Außerdem verhindern die hohen Auflagen bei dem Anbau selbst von THC-freiem Faserhanf eine breite Nutzung des natürlichen Rohstoffs in Industrie und Handwerk, mit all seinen positiven Eigenschaften. Die Hanfparade 2014 fordert: Grünes Licht für die Legalisierung – Hanf, die alte Kulturpflanze, als Rohstoff, Medizin und Genussmittel!
Ein legalisierungsfreundlicher Text von Philipp vom Hanfparade OrgaTeam.




Es ist für manche Konsumenten die einzige Möglichkeit sich etwas zu besorgen, indem sie in den Park gehen und sich ein Beutelchen oder eine Handvoll Gras kaufen. Wer dies schon einmal getan hat, weiß auch wie beängstigend dieses Gefühl ist, von einer Gruppe Unbekannten angequatscht zu werden, die alle nur eines wollen, und zwar dein Geld. Oder man einem Fremden sein Geld geben soll, der dann nicht zurückkommt. Viele haben Glück und bekommen auch irgendwas als Gegenleistung, welches aber aus einer nicht bekannten Quelle stammt, oft mit Streckmittel versetzt ist, und jedenfalls nicht mal annähernd dem entspricht, was ein kontrollierter, legaler Markt an Qualität und Sicherheit bieten könnte. Aus Verzweiflung riskieren anscheinend etliche täglich ihr Leib und Leben.
Am Ende fragt man sich: „Was mach ich hier überhaupt“ oder „Wieso musste es nur soweit kommen?“. Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: Ich wurde quasi dazu gezwungen, mir mein Zeug aus dem Park zu kaufen, da es in Deutschland keine Anlaufstelle für Konsumenten gibt. Nein, im Gegenteil, man versucht lieber diesen Umschlagplätzen mit Razzien entgegenzuwirken.

Um das zu ermöglichen, hat uns die Leitung der Cultiva wieder einen Bereich auf der Messe zur Verfügung gestellt, der zur Hanfparade-Area wird. An unserem mit wunderschönen Hanfpflanzen von 

Am Samstag dann ging die Dampfparade, organisiert vom Cannabis Colonia e.V., pünktlich um 12 Uhr mit etwa 200 bis 300 Teilnehmern und guter Laune am Rudolfplatz los und zog quer durch die Stadt bis hin zum Heumarkt, wo uns die Abschlusskundgebung erwartete. Hier waren wir mit einem Hanfparade-Stand präsent und konnten von dort aus den Rednern und Musikern lauschen. Uns hat besonders die
Doch überhaupt möchten wir an dieser Stelle dazu aufrufen, selbst zur nächsten Pro-Cannabis-Veranstaltung zu kommen. Nun sind in den letzten Jahren immer mehr Legalizer-Aktionen in Deutschland entstanden und die Ausreden mit dem langen Anfahrtsweg oder den hohen Fahrtkosten etc. zählen jetzt nicht mehr. Und man verpasst in jedem Falle etwas: mindestens die gute Stimmung und ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl unter den DemonstrantInnen.
In Köln kam sogar – für uns Berliner Legalizer ungewöhlich – gut gelaunte und freundliche Polizei dazu. Die hat sich sogar noch Zeit genommen und die Gelegenheit genutzt, um sich über Cannabis zur medizinischen Anwendung zu informieren. Da ist man in Berlin etwas ganz anderes gewohnt. Uns ist die Polizei in Köln als besonders freundlich und zurückhaltend aufgefallen, mal ganz davon abgesehen, dass es nur wenige „Männer und Frauen in Blau“ gab, wenn man das mit der Hanfparade in der Hauptstadt vergleicht. Die Abschlusskundgebung fand sogar weitestgehend ohne die Aufsicht durch die Polizei statt. Sie fuhren lediglich hin und wieder mit einer Streife vorbei um zu schauen, ob kein unermessliches Chaos ausgebrochen ist, was ja auch nicht der Fall war.
Die Abbildung zeigt das Hanfblatt der Hanfparade hinter Gitter mit Überwachungskameras. Davor Thomas und Hans vom OrgaTeam der Hanfparade auf der Startkundgebung der Demonstration Freiheit statt Angst am Samstag, 7. September 2013, am Alexanderplatz in Berlin.
Zur technischen Kommunikationsüberwachung und zur Auswertung von Kommunikations-Verkehrsdaten und akustischen Raumüberwachung im Jahr 2011 schreibt der
Die Organisatoren der Demonstration verkündeten auf ihren 
Die meisten bürgerlichen Printmedien veröffentlichen vornehmlich Artikel über Drogen, wenn die Polizei eine größere Menge beschlagnahmt hat oder wenn sogenannte „Drogentote“ aufgefunden wurden. Über Drogenpolitik respektive über Legalisierung wird zumeist nur geschrieben, wenn es in Mexiko oder anderen mittel- oder südamerikamischen Staaten zu Kämpfen zwischen Polizei, Armee und Angehörigen von Drogenkartellen kommt oder wenn in nordamerikanischen Staaten über Legalisierung abgestimmt wird. Legalisierung hierzulande scheint für die meisten Medien eher ein Tabu zu sein. So war die Berichterstattung zum Thema „Meine Wahl? – Hanf legal!“ vor der Hanfparade äußerst dürftig und auch nach der Hanfparade eher mager. Ausnahmen bestätigen bekannterweise die Regel. Zu den löblichen Ausnahmen zählen Fachpublikationen wie das 

Am Ende war sie vielen viel zu schnell vorbei, die Hanfparade 2013, an der sich laut Veranstaltern am vergangenen Samstag mehr als 6500 Menschen beteiligten. Vereint zu einem bunten Umzug und kombiniert mit dem im Vergleich zu den Vorjahren weitaus breiteren Angebot auf der Schlusskundgebung hauchten die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Teilnehmer dem Motto „Meine Wahl? Hanf legal!“ kraftvoll Leben ein. Die „alten Hasen“ der Szene munkeln gar, dass dies die beste Hanfparade der letzten zehn Jahre war.
Den Erfolg der Demonstration verdanken die Organisatoren rund um den JaKiS e.V. insbesondere den vielen dezentral mobilisierenden HanffreundInnen, wie Martin Steldinger, Vorstand des Vereins, klarstellt: „Obwohl sie in Berlin stattfindet, ist die Hanfparade eine Legalisierungsdemo, die ganz Deutschland gehört. Am besten erkennt man dies an den mehr als 40 persönlichen Demoaufrufen, die es in diesem Jahr auf Youtube gab.“ Es sind Zahlen wie diese 40 Promoclips, denen selbst Hanfparadeskeptiker Achtung zollen. So viel von allem hatten manche „Deutschlands größter Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel“ nicht zugetraut. Fünf Livebands, 15 Paradewagen, 24 Infostände, 30 Redner und unzählige glückliche Gesichter sind das Ergebnis der rein streckenmäßig längsten Hanfparade aller Zeiten.
Wie schon 2011 hatte sich an den Plänen für die Schlusskundgebung ein Konflikt mit der Versammlungsbehörde entzündet. Wie vor zwei Jahren verbot die Berliner Polizei alle Verkaufs- und Versorgungsstände. Ein erst im Dezember 2012 in dieser Frage zugunsten der Hanfparade gefälltes Urteil ignorierte die Behörde und zwingt die Parademacher so zur neuerlichen Klage. Da die per Gesetz zur Versammlungsfreundlichkeit verpflichteten Beamten sich in Wahljahren stets besonders stur verhalten, vermutet Martin Steldinger einen politischen Hintergrund. „Solange die CDU den Innensenator stellt, braucht man in Berlin zur Wahrnehmung seiner Grundrechte scheinbar einen Anwalt.“ Politisch opportunen Versammlungen wie dem Christopher Street Day werden weit weniger Steine in den Weg gelegt. „Nach 17 Hanfparaden glaubt im Team niemand mehr an Zufälle.“