Georg Wurth Georg Wurth ist gelernter Finanzbeamter. In den 90ern hat er das politische Handwerk als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Remscheider Stadtrat und diversen weiteren Funktionen der Partei gelernt.
Georg hat sich 1996 selbst angezeigt wegen Besitz von vier Gramm Marijuana. Seit Gründung des Deutschen Hanfverbands (DHV) im Jahr 2002 ist er dessen Geschäftsführer, seit 2004 auch dessen Inhaber. Seit über 20 Jahren ist Georg hauptberuflich als Interessenvertreter für die Legalisierung von Cannabis tätig. Außerdem ist er Mitglied in diversen weiteren drogenpolitischen Initiativen (LEAP, Schildower Kreis, ACM, akzept).
Maximilian Plenert (* 1982) ist seit über 20 Jahren drogenpolitisch aktiv. Den Anfang hat sein Engagement bei der Grünen Jugend und Grünen Partei, wo er über Jahre auf Bundesebene die grüne Programmatik prägte und schärfte. Darüber kam er zu seiner Anstellung als wissenschaftlicher und technischer Mitarbeiter beim Deutschen Hanf Verbandes von 2009 bis 2017. Aufgrund seiner ADHS Diagnose 2013 erhielt er Ende 2014 seine „Ausnahmeerlaubnis für den Erwerb von Cannabisblüten aus der Apotheke in Rahmen eine ärztlich begleiteten Selbsttherapie“.
Vom DHV wechselte er 2017 zur Firma Sens Media als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachjournalist und „Berufscannabispatient“. Aktuell ist Maximilian Geschäftsführer des KCG Kompetenzzentrum Cannabis GmbH. Er engagiert sich in diversen Organisationen (Akzept, ACM/SCM, Grüne Jugend, Grüne Partei, Schildower Kreis, LEAP) im Bereich Drogenpolitik und ist Autor zahlreicher Publikationen zum Thema.
Seit 2014 ist Maximilian Plenert offiziell Cannabis-Patient und im Sprecherteam des bundesweiten Selbsthilfenetzwerkes Cannabis als Medizin innerhalb der ACM. Juni 2014 gründete er die Berliner Cannabis-Patientengruppe, der ältesten noch bestehenden Selbsthilfegruppe in diesem Bereich. Aktuell wird diese von ihm und Stefan Konikowski koordiniert. Aus der Gruppe heraus entstand die Berliner Cannabis-Hilfe, die Ende Juli als Verein offiziell eingetragen wurde. Die Berliner Cannabis Hilfe möchte durch ihre praktische Arbeit helfen Cannabis zu einer normalen Therapieform zu machen. Dieses Ziel soll erreicht werden durch:
Regionale Vernetzung von allen relevanten Personen und Organisationen
Sammeln von Wissen und Erfahrung von Patienten und Ärzten
Publizieren und Verbreiten praktischer Informationen
Unterstützung der Patienten-Selbsthilfe
Nach dem Start des Forschungsprojektes INDICA zusammen mit Prof. Barsch (Universität Merseburg) ist die Organisation des Patientenbereichs auf dieser Hanfparade die zweite Aktion des Vereins.
Florian Rister (DHV) studierte Politikwissenschaft in Marburg und arbeitete dort in der Betreuung eines an MS erkrankten Ehepaars sowie einem Kontaktladen für Drogenkonsumenten.
Seit dem Jahr 2010 engagierte sich Florian Rister viele Jahre lang ehrenamtlich im Alice-Project in Frankfurt am Main sowie bei der Hanf-Initiative Frankfurt. Seit 2012 arbeitet er beim Deutschen Hanfverband und trieb dort unter anderem die Kampagne zum Global Marijuana March, das 420 Smoke-In im Görlitzer Park und die Entwicklung von DHV-Ortsgruppen voran.
Andreas Müller, geboren 1961 in Meppen im Emsland, ist Jugendrichter in Bernau bei Berlin. Nach dem Jura-Studium und anschließenden Referendariat in Berlin wurde Andreas Müller 1994 Richter im Land Brandenburg, zunächst als abgeordneter Richter aus Münster (NRW) in Frankfurt an der Oder und in Strausberg. Seit 1997 ist Müller am Amtsgericht in Bernau bei Berlin als Richter tätig, die meiste Zeit davon ausschließlich als Jugendrichter.
Jugendrichter Andreas Müller
Bundesweites Aufsehen erregte er, als im Jahr 2000 bekannt wurde, dass er neben harten Arreststrafen Neo-Nazis als Bewährungsauflage das Tragen von Springerstiefeln, die er als Waffen einstufte, untersagte. Müller ist bekannt für seine Härte. Er verurteilte weit mehr als 100 Neonazis, teilweise zu mehrjähriger Haft ohne Bewährung. Jugendliche Skinheads ließ er in Handschellen aus dem Gerichtssaal abführen. 2010 berichtete die Die Welt unter dem Titel „Jugendrichter Müller verteidigt Kirsten Heisigs Erbe„, dass in Bernau – früher einer der Neonazi-Hochburgen Brandenburgs – seit Jahren kein Verbrechen mit rechtsextremem Hintergrund mehr verübt worden sei und bringt diesen Umstand in direkten Zusammenhang mit Müllers Urteilen.
Im September 2015 veröffentlichte Müller im Herder Verlag sein Buch, Kiffen und Kriminalität, in dem er sich einem seiner großen Themen, der Legalisierung von Cannabis, widmet. In dem Buch zeigt Andreas Müller deutlich auf, welche Auswirkungen das Verbot von Cannabis auf die Gesellschaft und einzelne Menschen hat. Dabei lässt er auch seine persönlichen sowie beruflichen Erfahrungen mit einfließen und fordert ganz klar eine Legalisierung der weit verbreiteten Substanz. Wer Jugendrichter Andreas Müller noch nicht kennt, kann sich in diesem DHV-Video einen ersten Eindruck von seiner Meinung und seinen Argumenten machen.
Andreas Müller ist Mitglied von Law Enforcement Against Prohibition Deutschland (LEAP Deutschland). LEAP (Law Enforcement Against Prohibition, Gesetzeshüter gegen Prohibition) ist ein Verein, der sich für die Entkriminalisierung des Drogenkonsums einsetzt und niemand kennt die Folgen einer allein auf Kriminalisierung und Repression setzenden Drogenpolitik besser als diejenigen, die sie durchsetzen müssen. LEAP stellt sich eine Gesellschaft vor, in der die Drogenpolitik positiv wirkt und unsere Gemeinden sicherer macht. LEAP hat sich als Ziel gesetzt die Öffentlichkeit, die Medien und die Politik über das Versagen der bisherigen Drogenpolitik aufzuklären.
Rolf „Rollo“ Ebbinghaus, Kurator des Hanf Museums in Berlin, hat die Entwicklung der Legalisierungsbewegung und insbesondere der Hanfparade seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht nur miterlebt, sondern auch tatkräftig mitgestaltet.