Toni Schuberl sitzt seit 2018 für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag. Er ist von Beruf Rechtsanwalt und Historiker. In seiner Fraktion kümmert er sich vor allem um rechtspolitische Fragen und arbeitet im Ausschuss für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Integration.
Schuberl setzt sich stark für Bürgerrechte und eine moderne Rechtspolitik ein. Besonders bekannt ist er für seine klare Kritik an der Drogenpolitik der CSU. Er wirft Söders Staatsregierung vor, viel zu streng mit dem neuen Konsumcannabisgesetz umzugehen. Obwohl das Gesetz schon seit zwei Jahren gilt, gibt es in Bayern bis heute keine einzige erlaubte Cannabis-Anbauvereinigung. Um die festgefahrene Debatte zu öffnen, organisierte die grüne Landtagsfraktion 2025 einen Runden Tisch. Dort saßen Menschen aus der Cannabisszene zusammen mit Vertreter*innen von Polizei, Justiz und Gesundheitsbehörden. Ziel war es, offen darüber zu sprechen, wie das Gesetz in der Praxis wirkt und wo es Probleme gibt.
Für viel Aufmerksamkeit sorgte Schuberl im April 2024, als er im Außenbereich des Maximilianeums – also am Sitz des Bayerischen Landtags – öffentlich einen Joint rauchte. Er sagte später, er habe damit ein Zeichen gegen den aus seiner Sicht übertriebenen „Verbotswahn der CSU“ setzen wollen. Kurz darauf brachte die CSU im Landtag das Bayerische Cannabisfolgenbegrenzungsgesetz auf den Weg. Dieses Gesetz schränkt das Rauchen von Cannabis im öffentlichen Raum in Bayern deutlich ein. Gegen das Gesetz sind inzwischen mehrere Klagen beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof anhängig.
Constantin Koch setzt sich schon länger mit Drogenpolitik auseinander und klärt darüber auf. Anfang 2021 hat er das “Netzwerk für Legalisierung”, das sich für eine neue Drogenpolitik auch über Cannabis hinaus einsetzt, mitbegründet.
Constantin hat als Social Media Manager bei einem Cannabis-Lobbyverband den kompletten CanG-Gesetzgebungsprozess aus der Nähe begleitet und über Social Media zugänglich gemacht. Darüber hinaus ist er schon lange Teil von drogenpolitischen Organisationen und kämpft für eine evidenzbasierte Drogenpolitik. Dieses Jahr moderiert er die Hanfparade.
Natascha Barz vertritt auf der Hanfparade den Verein LEAP „Law Enforcement Against Prohibition“, auf deutsch: Strafverfolger gegen die Prohibition, Abteilung Deutschland.
„Ich bin bei LEAP weil ich heute weiß, dass die strafrechtliche Verfolgung von Menschen die Drogen konsumieren falsch ist und deshalb möchte ich die Politik beraten und bei der Gesetzgebung begleiten auf dem Weg zu einer neuen und gerechteren Drogenpolitik.„
Der zertifizierte Sachverständige für Cannabis-Medikation Oliver Waack-Jürgensen (60) lebt in Berlin. Dort war er 2014-16 Beauftragter für Suchtpolitik der Piratenpartei und Vorstand der Gesellschaft für politisches Wagnis (PEIRA e.V.).
Seit 2022 ist er Vorsitzender des Cannabis Social Club HighGround Berlin e.V.. Heute ist Olli als Berater in fast allen Fragen der kommenden Cannabislegalisierung tätig. Sein Angebot umfasst Jugendschutz, Verbraucherschutz, Anbaugemeinschaften und med. Nutzung, sowie den Schutz der Öffentlichen Räume. Er vermittelt und vernetzt an Hanf als Rohstoff Interessierte. Auf Twitter diskutiert Olli unter dem Alias Psychonaut mit mehr als 6400 Followern.
Die Welt nannte ihn einen „radikalen Cannabisjünger“, die TAZ den „Günter Grass der Legalisierungsbewegung“ – Der Wahlberliner Steffen Geyer (43 Jahre) macht seit zwei Jahrzehnten öffentlich Drogenpolitik mit Schwerpunkt Cannabis.
Er war u.a. beim Verein für Drogenpolitik, DHV, ENCOD sowie Grüne Hilfe Netzwerk aktiv; „agitierte“ vor zehn Jahren auf der Cannabiskultour an 100 Tagen in der ganzen Bundesrepublik und leitet mit der Hanfparade Deutschlands größte Legalisierungsdemo.
Neben seiner Arbeit als einer der Direktoren des Hanf Museums macht er vielerlei ehrenamtliche Selbsthilfe für KonsumentInnen – von Rechtsberatung bis Medientraining.
Steffen ist außerdem Fotograf, Layouter, Vater und Lyriker.
Der aktuelle Drogenmarkt zeigt täglich die Probleme einer veralteten und auf Vorurteilen basierenden Drogenpolitik auf. Eine liberale Drogenpolitik befähigt Menschen, selbst Entscheidungen über ihr Leben zu fällen. Wie wir im Folgenden zeigen werden, hat sie viele Vorteile. Denn liberale Drogenpolitik erleichtert Prävention und Aufklärung, minimiert Risiken, trocknet organisierte Kriminalität und Terrorismus aus, wirkt Beschaffungskriminalität entgegen und macht staatliche Ressourcen frei.
Das Hanf Museum unterstützt das „Nutzhanfareal“ und informiert über die historische und moderne Nutzung von Hanf.
Das Hanf Museum ist seit 1994 in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona, Uruguay und Amsterdam eines von nur wenigen weltweit.
Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf fast 300 qm.
Zu finden ist es quasi um die Ecke der Hanfparade: Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte
Christoph Rossner ist Unternehmer, Erfinder und Vordenker im Bereich der nachhaltigen Hanfökonomie. Als Mitbegründer von BioNxt Solutions Inc. engagiert er sich für innovative pharmazeutische Anwendungen, insbesondere in der Entwicklung moderner Verabreichungsformen auf Hanfbasis.
Zudem ist Rossner Mitglied des Verwaltungsrates der Green Chance AG Basel, wo er an der strategischen Entwicklung nachhaltiger Hanfprojekte und innovativer Geschäftsmodelle mitwirkt.
Darüber hinaus bringt er seine Expertise in gesundheits- und drogenpolitische Fragestellungen ein und war in diesem Kontext auch im Austausch mit der World Health Organisation WHO sowie dem Bundesministerium für Gesundheit tätig.
Sein Fokus liegt auf der Verbindung von Ökologie, Technologie und wirtschaftlicher Skalierbarkeit. Rossner treibt unter anderem Projekte zur CO₂-negativen Nutzung von Hanf voran, etwa durch Pyrolyseverfahren und die Integration in Energiesysteme. Darüber hinaus ist er Inhaber eines Patents im Bereich pflanzenbasierter Lebensmittelinnovationen, bei dem Hanf als nachhaltige Proteinquelle eine zentrale Rolle spielt. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit setzt sich Rossner aktiv für eine evidenzbasierte Drogenpolitik ein. In einem österreichischen Gerichtsverfahren trug er dazu bei, wissenschaftlich zu belegen, dass Cannabispflanzen nicht anhand äußerer Merkmale zuverlässig hinsichtlich ihres Wirkstoffgehalts beurteilt werden können.
Mit seiner Arbeit verbindet Christoph Rossner technologische Innovation, ökologische Verantwortung und gesellschaftspolitisches Engagement für eine moderne und aufgeklärte Cannabiskultur.
Vortragsthema wird die Energieerzeugung sowie Kreislaufwirtschaft und die daraus resultieren Bioökonomie von Hanf sein, dazu passt dann auch das Gerechtigkeitsthema denn durch Hanfenergie werden wir das Klimaziel besser erreichen können und können dadurch Miniatomkraftwerke überflüssig machen.
Philine Edbauer engagiert sich seit 2015 für eine grundlegende Veränderung der Drogenpolitik hin zur Entkriminalisierung und legalen Regulierung. Seit 2017 leitet sie als Co-Gründerin die My Brain My Choice Initiative. Philine Edbauer ist Regionalwissenschaftlerin (M.A.) und Mitglied des drogenpolitischen Expertennetzwerks Schildower Kreis. 2023 wurde sie als Sachverständige in den Gesundheitsausschuss des Bundestags berufen. 2024 kommentierte sie die gescheiterte Drogenbekämpfung gegen Konsum und Handel in der ZEIT.
Als engagierter Aktivist und langjähriger Unterstützer der Hanfparade ist er insbesondere für die Koordination der Rednerinnen und Redner verantwortlich, die auf den Bühnen der Parade auftreten. Seine Arbeit umfasst die sorgfältige Auswahl und Betreuung der Redner*innen, die Vorbereitung ihrer Auftritte und die Sicherstellung, dass ihre Botschaften das Publikum erreichen.
Hans Cousto, geboren im Frühling 1948 in Monthey in der französischen Schweiz, wuchs als Kind deutschsprachiger Eltern in einem bilingualen Umfeld auf. Nach der Grundschule in Monthey besuchte er Gymnasien in Deutschland und im Kanton Graubünden. Danach studierte er bis 1972 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Mathematik. Da er an der ETH keine Antworten auf die grundlegende Frage, was trivial und was beweisbar ist, fand, reiste er nach Indien um der Weisheit näher zu kommen.
Hans Cousto, Freie Arbeitsgemeinschaft DrogenGenussKultur
Als Hippie reiste er öfters in Asien herum und beschäftige sich als freischaffender Wissenschaftler interdisziplinär mit Schwingungsphänomenen im Makro- und Mikrokosmos. Ausgehend von der holistischen Einbettung des Menschen im Kosmos hat er das kosmische Gesetz der Oktave formuliert und musikalisch auf planetarischer, molekularer und atomarer Ebene umgesetzt sowie Johannes Keplers Aspektenlehre für moderne Skalenberechnungen und Horoskopvertonungen erschlossen und berechnete dazu die harmonikalen Kammertöne – auch planetarische Kammertöne oder auch Urtöne genannt. Die harmonikalen Kammertöne werden von astronomischen Gegebenheiten abgeleitet und haben sich in verschiedenen Kulturkreisen als meditativ erfahrbare Töne bestätigt. Beim Informationspool der Kosmischen Oktave hat er diverse Texte zur Thematik veröffentlicht, so u.a. die Berechnungsgrundlagen für die Töne der Erde, des Mondes und der Planeten (sogenannte Planetentöne), für verschiedene psychotrope (psychoaktive) Moleküle wie THC, MDMA (Ecstasy) und LSD als auch für den Wasserstoff. Zum Thema veröffentlichte er im Zeitraum von 1979 bis 1992 mehrere Fachbücher.
Von 1994 bis 2011 engagierte sich Hans Cousto im Rahmen von Eve & Rave e.V. Berlin für eine sachliche Drogenaufklärung, Drug-Checking und für eine vernünftige Drogenpolitik. Seit Frühlingsanfang 2011 setzt er diese Tätigkeit in der Freien Arbeitsgemeinschaft DrogenGenussKultur fort. Zudem veröffentlicht er in unregelmäßigen Abständen Artikel zur DrogenGenussKultur, Rauschkunde, Drogenmündigkeit und Drogenautonomie auf der Website DrogenGenussKultur wie auch zur Drogenkultur, Drogenpolitik und Psychonautik im TAZ-Blog Drogerie und im Magazin Lucy’s Rausch. Im Hanf Journal schreibt Hans Cousto regelmäßig eine Glosse über die Handlugsweisen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Zudem veröffentlichte er zum Thema Drogen mehrere Sachbücher.
Hans Cousto ist ein gefragter Referent auf Kongressen. So hielt er u.a. verschiedentlich Vorträge auf den Kongressen der Reihen Entheovision und Entheo-Science, auf den Weltkongressen der Hedonistischen Internationalen oder auch auf dem LSD-Symposium zum 100. Geburtstag von Albert Hofmann in Basel. Und seit vielen Jahren hält er auch immer wieder Reden auf der Hanfparade. Zahlreiche Vorträge von Hans Cousto sind im Videokanal PSI-TV dokumentiert.
Seit vielen Jahren ist Hans Cousto der verlässliche Ansprechpartner für alle, die auf der Hanfparade ihre Stimme erheben möchten. Durch seine jahrelange Erfahrung und sein umfassendes Netzwerk ist es ihm gelungen, eine beeindruckende Vielfalt an Stimmen auf die Bühnen der Hanfparade zu bringen – von politischen Aktivisten über Mediziner bis hin zu prominenten Unterstützern der Legalisierungsbewegung.