Plakat 20 Jahre Hanf Museum 6. Dezember 1994-2014

20. Geburtstag Hanf Museum

Plakat 20 Jahre Hanf Museum 6. Dezember 1994-2014

Am Nikolaustag, 6. Dezember 2014, feiert das Hanf Museum in Berlin sein 20jähriges Bestehen. Die deutschlandweit einzige Dauerausstellung über Cannabis öffnete am 6. Dezember 1994 ihre Pforten im Nikolaiviertel, um ein vorurteilsfreies Bild über die alte Kultur-, Heil- und Rauschpflanze Hanf zu vermitteln. Den runden Geburtstag begeht das Hanf Museum mit einem Tag der Offenen Tür (Gratiseintritt), einem umfangreichem Sonderprogramm und viel Unterhaltung für Groß und Klein.

Das OrgaTeam der Hanfparade dankt und gratuliert

Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass zwischen der einzigen dauerhaften Bildungseinrichtung zum Thema Cannabis – dem Hanf Museum – und der einzigen dauerhaften deutschen Legalisierungs­veranstaltung – der Hanfparade – eine einzigartig enge Beziehung besteht. Schon die Geburt der Hanfparade 1997 wäre ohne die Räumlichkeiten und Menschen am Mühlendamm im Nikolaiviertel undenkbar gewesen.

Die Hanfparade war dabei weit häufiger Nutznießer der Beziehung als dies von außen sichtbar ist. So verzichtet das Hanf Museum schon seit mehr als zehn Jahren auf jegliche Raummiete für die im Café des Museums wöchentlich stattfindenden Treffen des OrgaTeams der Hanfparade. Mit dem Nutzhanfareal betreibt das Museum darüber hinaus jedes Jahr einen wesentlichen Teil der Abschlusskundgebung der Hanfparade und stellt dafür neben Teilen der Dauerausstellung auch Helfer bereit.

Das OrgaTeam der Hanfparade dankt der Crew des Hanf Museums für die stetige Gastfreundschaft in ihrem Hause und die Bereitstellung ihrer technischen Infrastruktur für die Vorbereitung der alljährlichen Demonstration im August für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel in Deutschland. Der Dank an die MitgliederInnen der Crew des Hanf Museums gilt insbesondere auch für die kontinuierliche logistische und personelle Unterstützung des Projektes Hanfparade.

Foto vom Eingang des Hanf Museums bei Nacht

Das Hanf Museum ist wahrlich ein würdiger Ort für die Vorbereitungen der Hanfparade. Und die MitgliederInnen des OrgaTeams der Hanfparade können im Museum viel lernen, da die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, vielfältige Informationen bietet, so unter anderem zur Hanfernte, zur Hanfverarbeitung und zu Hanffabriken, zum Hanf in der Medizin, zum Hanf als Nahrungsmittel, zum Hanf als Baustoff, zum Hanf als Grundstoff für Papier, Seile und Textilien, zu Hanföl in der Kosmetik, zum Hanfsamenverbot und zu vielen Dingen, die so mancher schon immer über Hanf wissen wollte. Ja, die Ausstellungen Hanf Museum motivieren in didaktisch kluger und wissenschaftlich fundierter Weise sich für eine Re-Legalisierung des Hanfs einzusetzen und sich für eine Idee wie die Hanfparade zu engagieren. Das OrgaTeam der Hanfparade gratuliert der Crew des Hanf Museums zum 20jährigen Jubiläum und dem damit verbundenen 20jährigen Durchhaltevermögen, immer wieder neue Sonderausstellungen zu gestalten, um dem Anspruch einer renommierten Bildungseinrichtung gerecht zu werden.

Auch das Museum profitiert vom Know-how der Paradenmacher. Bei personalintensiven Veranstaltungen wie den „Langen Nächten der Museen“ unterstützen die Paradenmacher die Crew des Hanf Museums. Auf den internationalen Hanffachmessen oder auf Kongressen vertreten sich die OrgaTeams des Museums und der Hanfparade wechselseitig oder betreiben gemeinsame Informationsstände. Neuestes Kind der Organisationsfreundschaft ist ein gemeinsamer Technikpool mit Audio- und Videohardware, der wechselseitig genutzt wird und auch szenenahen Projekten kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Um die Freundschaft zwischen Hanf Museum und Hanfparade zu dokumentieren, wird am 6. Dezember 2014 nicht nur die Chronik „20 Jahre Hanf Museum“ der Öffentlichkeit vorgestellt, sondern auch die Grafik für das Poster und die Flyer der kommenden Hanfparade am 8. August 2015. Gestaltet wurde der Flyer wie in den Vorjahren von Doro Tops. Die Flyer werden ab dem Nikolaustag im Hanf Museum zur Abholung für Menschen, die gerne Hanfparadeflyer verteilen, vorrätig gehalten.

Titelblatt der Chronik 20 Jahre Hanf Museum

Chronik 20 Jahre Hanf Museum

Anlässlich des Gründungsjubiläums wird am Samstag, 6. Dezember 2014, eine auf 50 Exemplare limitierte und reich bebilderte Chronik 20 Jahre Hanf Museum der Öffentlichkeit vorgestellt, die die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte und den Verlauf dieses ganz besonderen Projekts widerspiegelt. Auf der einen Seite werden viele Sonderausstellungen und Museumshöhepunkte aufgelistet, auf der anderen Seite wird die Entstehung diverser Ausstellungen und anderer Aktivitäten beschrieben. Mit vielen Bildern untermalt ist so ein interessanter Rückblick über die vergangenen zwanzig Jahre Hanf Museum entstanden. Die Geburtstags­auflage der Chronik „20 Jahre Hanf Museum“ wird passend zum Anlass zwanzig Euro kosten.

Podiumsdiskussion zum Thema „Die wilden Neunziger

In einer Podiumsdiskussion zum Thema Die wilden Neunziger lassen herausragende Persönlichkeiten aus dem Aktivistenkreis am Samstag, 6. Dezember 2014, ab 16:00 Uhr im Hanf Museum die Geburtsstunde der deutschen Legalisierungsbewegung wieder aufleben. Dies wird ein Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994. Die Podiumsdiskussion wird der Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten werden. Mit von der Partie werden sein: Mathias Bröckers (Autor von u.a. „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“, „Keine Angst vor Hanf: Warum Cannabis legalisiert werden muss“), Rolf Ebbinghaus (Vorstand H.A.N.F. e.V., Kurator des Hanf Museums), Martin Müncheberg (von 1998 bis 2004 Sprecher und Koordinator der Hanfparade, Mitherausgeber und Geschäftsführer der THCENE), Matthias Schillo (Rechtsanwalt u.a. von „Kim will Kiffen“ und Günther Weiglein) sowie Wolfgang Nešković (Richter am Bundesgerichtshof a.D., ehem. MdB, Cannabisbeschluss 1994).

Zahlreiche weitere VertreterInnen der bewegten Museumsgeschichte werden als Gäste erwartet. BesucherInnen erwartet am Nikolaustag im Hanf Museum zudem eine Sonderausstellung, ein Hanf-Buffet sowie ein Museumskino mit bewegten Erinnerungen an zwei Jahrzehnte „Bildungsarbeit im Dienste der Hanf-Legalisierung“.

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