Das Parkrisiko: Gefahr für Leib & Leben

In letzter Zeit mehren sich die Schlagzeilen, dass Parkanlagen als Anlaufstellen zur Beschaffung von illegalisierten Drogen genutzt werden. Dies ist sicherlich kein neues Phänomen, aber man sollte dies schon als Problematik erkennen. In Deutschland gibt es jede Menge Cannabis-Konsumenten und viele -Patienten. Es ist also auch ganz normal und nicht verwunderlich, dass dadurch ein nicht unverkennbarer Schwarzmarkt entsteht, mit allem was dazu gehört.

Viele Konsumenten stehen zudem des öfteren vor dem Problem, dass Sie keine Quelle für ihren Konsum haben, sei es wegen einer großen Razzia oder wegen eines Umzuges – die Gründe können sehr unterschiedlich sein, sich einen Weg suchen zu müssen, wie man doch noch am Abend zu seiner Tüte oder Bong kommt. Ein Weg wäre in den Park zu gehen, dort soll es doch immer was geben. Ich will gar nicht auf die jeweiligen Parks eingehen, weil dies eher ein deutschlandweites Problem ist. Wo wir beim Thema wären. Das Parkrisiko.

Foto eines dunklen Weges im Park mit HerbstlaubEs ist für manche Konsumenten die einzige Möglichkeit sich etwas zu besorgen, indem sie in den Park gehen und sich ein Beutelchen oder eine Handvoll Gras kaufen. Wer dies schon einmal getan hat, weiß auch wie beängstigend dieses Gefühl ist, von einer Gruppe Unbekannten angequatscht zu werden, die alle nur eines wollen, und zwar dein Geld. Oder man einem Fremden sein Geld geben soll, der dann nicht zurückkommt. Viele haben Glück und bekommen auch irgendwas als Gegenleistung, welches aber aus einer nicht bekannten Quelle stammt, oft mit Streckmittel versetzt ist, und jedenfalls nicht mal annähernd dem entspricht, was ein kontrollierter, legaler Markt an Qualität und Sicherheit bieten könnte. Aus Verzweiflung riskieren anscheinend etliche täglich ihr Leib und Leben.

So ein Park wurde geschaffen, um sich zu erholen oder abzuschalten, zudem will man sich doch auch selber gefahrlos bewegen können, was aber zur späteren Stunde in diversen Parks nicht mehr möglich ist. Man muss Angst haben, dass man ausgeraubt oder zusammengeschlagen wird, weil sich gewisse Dealer und Kriminelle diesen als Arbeitsplatz gesucht haben. Es gibt leider nicht nur Dealer im Park, die einen fair behandeln und dir auch was als Gegenleistung geben. Nein, wenn man Pech hat, kommt man ohne was wieder raus und im schlimmsten Fall wurde man abgezogen und wacht im Krankenhaus wieder auf.

Foto eines Parkweges mit Bäumen im HerbstsonnenscheinAm Ende fragt man sich: „Was mach ich hier überhaupt“ oder „Wieso musste es nur soweit kommen?“. Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: Ich wurde quasi dazu gezwungen, mir mein Zeug aus dem Park zu kaufen, da es in Deutschland keine Anlaufstelle für Konsumenten gibt. Nein, im Gegenteil, man versucht lieber diesen Umschlagplätzen mit Razzien entgegenzuwirken.

Dieser polizeiliche Aufwand ist mit hohen Kosten verbunden, die jeder einzelne von uns mitträgt. Wäre es da nicht schlauer und sinnvoller, man denkt sich ein Konzept aus, welches auch tragbar und realisierbar ist? Es steht doch mit Sicherheit im öffentlichen Interesse, das Problem anzugehen und auch endlich mal Herr der Lage zu werden. Es kann nicht sein, dass man sein Leib & Leben riskieren muss, nur weil man abends gemütlich einen Rauchen möchte.

In diesem Sinne hoffe ich, dass sich bald mal etwas an unserer Politik ändert, denn der Zustand wird nicht besser, im Gegenteil, der Markt wächst mit und bekommt dadurch auch ungewollt Macht. Vielleicht lässt sich ja in Deutschland bald mal ein Weg finden, wie man Verkaufsstellen, Fachgeschäfte oder Abgabestellen für Cannabis-Konsumenten einrichtet und mit staatlicher Kontrolle ganz nebenbei auch noch Arbeitsplätze schafft.

So, ich bau’ mir jetzt ’ne Tüte… bis bald, Jens S. vom Hanfparade OrgaTeam

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