Foto von Angelika Saidi

Angelika Saidi

Angelika Saidi ist seit vielen Jahren politisch aktiv und setzt sich konsequent für Menschen- und Bürgerrechte ein. 2009 gründete sie gemeinsam mit rund 30 weiteren Menschen aus politischer Notwehr die Piratenpartei Sachsen-Anhalt. Dort engagierte sie sich bis 2017 in verschiedenen Funktionen, unter anderem im Landesvorstand, im Landesschiedsgericht sowie in zahlreichen Arbeitsgemeinschaften.

Mit dem Thema Cannabis-Legalisierung kam Angelika Saidi 2014 intensiver in Berührung. Aus der Überzeugung heraus, dass eine gerechte und menschenrechtsorientierte Drogenpolitik notwendig ist, widmet sie sich seit 2017 vollständig dem Einsatz für die Legalisierung von Cannabis. Im selben Jahr gründete sie die Ortsgruppe Halle-Saalekreis des Deutschen Hanfverbandes und ist seitdem deren Sprecherin.

Bekannt wurde sie auch als Angeklagte in der sogenannten „Steckiaffäre Halle“. Ihre Haltung dazu ist klar: „Kein Stecki ist illegal!“ – und mit einem Augenzwinkern ergänzt sie: „Mein Name ist Angelika. Und ich verschenke gerne Steckis. An Erwachsene, versteht sich.“

Auf der Hanfparade am 8. August spricht Angelika Saidi über Bürgerrechte, eine vernünftige Cannabispolitik und ihren langjährigen Einsatz für eine Gesellschaft, in der Selbstbestimmung und Freiheit ernst genommen werden.

Foto von Toni Schuberl

Toni Schuberl

Toni Schuberl sitzt seit 2018 für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag. Er ist von Beruf Rechtsanwalt und Historiker. In seiner Fraktion kümmert er sich vor allem um rechtspolitische Fragen und arbeitet im Ausschuss für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Integration.

Schuberl setzt sich stark für Bürgerrechte und eine moderne Rechtspolitik ein. Besonders bekannt ist er für seine klare Kritik an der Drogenpolitik der CSU. Er wirft Söders Staatsregierung vor, viel zu streng mit dem neuen Konsumcannabisgesetz umzugehen. Obwohl das Gesetz schon seit zwei Jahren gilt, gibt es in Bayern bis heute keine einzige erlaubte Cannabis-Anbauvereinigung. Um die festgefahrene Debatte zu öffnen, organisierte die grüne Landtagsfraktion 2025 einen Runden Tisch. Dort saßen Menschen aus der Cannabisszene zusammen mit Vertreter*innen von Polizei, Justiz und Gesundheitsbehörden. Ziel war es, offen darüber zu sprechen, wie das Gesetz in der Praxis wirkt und wo es Probleme gibt.

Für viel Aufmerksamkeit sorgte Schuberl im April 2024, als er im Außenbereich des Maximilianeums – also am Sitz des Bayerischen Landtags – öffentlich einen Joint rauchte. Er sagte später, er habe damit ein Zeichen gegen den aus seiner Sicht übertriebenen „Verbotswahn der CSU“ setzen wollen. Kurz darauf brachte die CSU im Landtag das Bayerische Cannabisfolgenbegrenzungsgesetz auf den Weg. Dieses Gesetz schränkt das Rauchen von Cannabis im öffentlichen Raum in Bayern deutlich ein. Gegen das Gesetz sind inzwischen mehrere Klagen beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof anhängig.

Persönliche Website: https://toni-schuberl.de/
Biographie beim Bayerischen Landtag: https://www.bayern.landtag.de/abgeordnete/abgeordnete-von-a-z/profil/toni-schuberl

Foto von Ortwin Salzmann, Redner auf der Hanfparade

Ortwin Salzmann

Ortwin Salzmann setzt sich im CSU Land Bayern aktiv für die Legalisierung ein. Als eingetragener Lobbyist setzt er sich mit besonderem Schwerpunkt für Patienten und Freizeitkonsumenten auch im Bayerischen Landtag für Gerechtigkeit und gegen unnötige Repressionen ein. Auch in seiner Heimat Pfarrkirchen ist Salzmann Vorreiter in Sachen Cannabis-Legalisierung und wirbelte die konservative Kommunalpolitik ordentlich auf, als er den Landkreis aufforderte, sich für Fachverkaufsstellen einzusetzen.

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Ana Afuera von ENCOD kommt zur Hanfparade

Ana Afuera

Mitbegründerin von MCC (Cannabis Catalan Movement) und REMA (Netzwerk spanischer Frauen gegen Prohibition). Sie war Mitglied des Exekutivkomitees von La MACA Barcelona (Bewegung für den selbstbestimmten Cannabiskonsum) und CatFAC (Katalanischer Verband der Cannabis-Social-Clubs), wo sie ihre Fähigkeiten im Bereich der politischen Einflussnahme durch die Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Institutionen, die Organisation sozialer Aktionen, den Aufbau institutioneller Beziehungen in Fragen der Drogenpolitik, die ideologische Beratung und die Mitwirkung an Regulierungsvorschlägen weiterentwickelte. Derzeit setzt sie ihre akademische Laufbahn im Bereich Politikwissenschaft und Drogenpolitik fort.

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Foto von Andreas Gantner, Therapieladen Berlin

Andreas Gantner

Andreas Gantner ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Familientherapeut. Er ist seit 1992 Geschäftsführer im Therapieladen e.V. in Berlin, einer spezialisierten ambulanten Therapieeinrichtung, die sich seit 40 Jahren auf die Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen mit Cannabiskonsumstörungen spezialisiert hat. Im Therapieladen wurden zahlreiche Präventions- und Frühinterventionskonzepte beforscht und evaluiert, sowie familientherapeutische und verhaltenstherapeutische Programme für Cannabiskonsumierende auf Ihre Wirksamkeit überprüft. Zuletzt war er Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe „S 3 Leitlinie zur Behandlung Cannabisbezogener Störungen“. Er hat zahlreiche Fachpublikationen verfasst und ist auch als Dozent und Supervisor für systemische Psychotherapeut:innen in Ausbildung tätig.

Andreas Gantner hat sich gemeinsam mit anderen Akteuren und freien Träger der Berliner Suchthilfe für eine Cannabisregulierung engagiert und plädiert für eine differenzierte Debatte für den Umgang mit Risiken des Cannabiskonsums, sowie für eine Verstärkung der Suchtprävention und einen niedrigschwelligen Zugang für Betroffene und Angehörige in die Suchthilfe.

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Foto von Marco Reichardt zur Hanfparade 2025

Marco Reichardt

Als kreativer Vordenker in der Szene kennt Marco die Herausforderungen der Branche wie kaum ein anderer: Zwischen Werbeverboten, rechtlichen Grauzonen und gesellschaftlichen Vorurteilen entwickelt er mit VYBZ Strategien, die Marken trotzdem sichtbar machen. 2019 gründete er VYBZ, um genau diesen spezialisierten Ansatz zur Marken- und Marketingberatung in regulierten Märkten professionell anzubieten. Er vertritt dabei die Überzeugung, dass gutes Marketing rund um Cannabis nicht lauter, sondern klüger sein muss. „Es geht nicht darum, Grenzen zu überschreiten, sondern Spielräume verantwortungsvoll zu nutzen“, so Marco.

VYBZ arbeitet mit nationalen und internationalen Playern der Cannabiswirtschaft zusammen – vom Start-up bis zum börsennotierten Konzern. VYBZ hilft diesen Marken, ihre Identität zu schärfen und sich auch unter bestimmten gesetzlichen Auflagen kreativ, compliant und glaubwürdig zu positionieren.

Neben seiner Arbeit als Unternehmer ist Marco auch ein aktiver Fürsprecher für faire Werberegeln, die Konsumentenschutz und Unternehmerinteressen in Einklang bringen. Er sieht Aufklärung und ehrliche Kommunikation als Schlüsselfaktoren für die gesellschaftliche Akzeptanz von Cannabis – und plädiert für einen regulierten, aber realistischen Umgang mit Werbung.

Bei der Hanfparade 2025 spricht Marco über die Bedeutung von Markenbildung, Aufklärung und verantwortungsvollem Marketing – und darüber, warum die Cannabiswirtschaft jetzt Vorbild sein muss für einen neuen, verantwortungsbewussten Umgang mit Werbung.

Foto von Constantin Koch zur Hanfparade 2025

Constantin Koch

Constantin Koch setzt sich schon länger mit Drogenpolitik auseinander und klärt darüber auf. Anfang 2021 hat er das “Netzwerk für Legalisierung”, das sich für eine neue Drogenpolitik auch über Cannabis hinaus einsetzt, mitbegründet.

Constantin hat als Social Media Manager bei einem Cannabis-Lobbyverband den kompletten CanG-Gesetzgebungsprozess aus der Nähe begleitet und über Social Media zugänglich gemacht. Darüber hinaus ist er schon lange Teil von drogenpolitischen Organisationen und kämpft für eine evidenzbasierte Drogenpolitik. Dieses Jahr moderiert er die Hanfparade.

Reden von Constantin Koch auf der Hanfparade

Constantin Koch - Hanfparade 2024
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Claudia Ak

Claudia Ak, Jahrgang 1966, ist IT-Beraterin sowie leidenschaftliche selbsthilfebegeisterte und drogengebrauchende Frau seit Ende der 70iger-Jahre. Claudia ist seit 2018 wieder aktiv bei JES in Wiesbaden und seit 2022 Südschiene-Koordinatorin des Bundesverbandes JES. Claudia ist Gründerin von JES Wiesbaden und Vorstandmitglied des Bundesverbandes JES. Zudem ist Claudia Beraterin für Medikamente auf Cannabisbasis und langjährige Cannabispatientin wegen einer chronischen Schmerzerkrankung. Eine vernünftige und evidenzbasierte Reformierung der Drogenpolitik hin zu Menschlichkeit, Akzeptanz und Hilfe statt Strafe und Haft ist ihr Herzens- und Lebensthema.

Claudia engagiert mich bei JES, weil die aktuelle Politik mehr Schaden anrichtet als verhindert, weil viel zu viele Menschen wegen der unmenschlichen Drogenpolitik sterben und weil Menschenrechte und Selbstbestimmung seitens der Politik missachtet und ignoriert werden. Weitere Gründe für ihr Engagement sind die Tatsachen, dass die Repression enorme Kosten und viel unnötiges Leid verursacht, dass …die aktuelle Drogenpolitik weder evidenzbasiert noch rational ist und vor allem dass die seit Jahrzehnten sehr schlechte und absurde Drogenpolitik in Deutschland sie kaum schlafen lässt.

JES hat mit beharrlicher Intervention schon viel erreicht und ich möchte dabei mithelfen, das Leben für drogengebrauchende Menschen zu normalisieren und zu verbessern. Sag einfach JES!

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Foto von Philipp Gärtner, green pioneers in Fulda

Philipp Gärtner

Philipp Gärtner ist Chief Executive Officer von green pioneers, eine Firma für hochwertige Produkte aus Nutzhanf in Fulda. Philipp kümmert sich vor allem um geschäftliche Kooperationen, PR und Marketing. Außerdem hat er die rechtlichen Aspekte des Start-Ups immer im Blick.

Die Staatsanwaltschaft Fulda wirft dem Unternehmen „Green Pioneers“ fahrlässigen Handel mit Betäubungsmitteln vor. Eigentlich klang das Projekt vielversprechend: Mit der 2018 gegründeten Firma wollte das Trio Produkte aus Nutzhanf verkaufen. Verkauft wurden etwa etwa Naturkosmetik und Lebensmittel. 2021 schafften es die „Green Pioneers“ mit diesem Konzept sogar bis ins Halbfinale des Hessischen Gründerpreises. Zwischenzeitlich baute das Unternehmen auf 50 Hektar Nutzhanf an. Doch im selben Jahr schaltete sich die Staatsanwaltschaft Fulda ein. Das Amtsgericht Fulda ging nicht davon aus, dass der THC-Gehalt in den Produkten von „Green Pioneers“ eine Rauschwirkung entfalten könnte. Deshalb wurden die früheren Geschäftsführer der Fuldaer Firma im Februar 2023 freigesprochen.

Doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein. Seither ist das Verfahren in der Schwebe. Es wurde noch nicht mal ein neuer Verhandlungstermin vor dem Landgericht angesetzt. Der wirtschaftliche Schaden, den Gärtner auf 750.000 Euro schätzt, hätten die Unternehmer nun dazu gezwungen, Insolvenz anzumelden.

Foto von Patrick Werth

Patrick Werth

Patrick Werth ist als Heilpädagoge in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Hochschullehre tätig.

Er ist Mitarbeiter im Kinderschutz-Kompetenzzentrum der Science to Business GmbH – Hochschule Osnabrück, wo er Fachkräfte aus der Jugend- und Eingliederungshilfe zum Themenspektrum “Gefährdungsmerkmale und Schutzbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen” fortbildet. Neben dem Kinderschutz gehört vor allem die inklusive Gestaltung der stationäre Jugend- und Erziehungshilfe zu seinem Schwerpunkt in Wissenschaft und Praxis. Patrick Werth ist für den BHP e.V. Mitglied der AG Schutz des Nationalen Rats gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Hier berät er Familien und Fachkräfte der Jugendhilfe zu unterschiedlichen Themen, bildet Insofern erfahrene Fachkräfte gemäß §8b SGB VIII aus und begleitet Organisationen bei der Entwicklung von Schutzkonzepten.

Patrick ist auch Mitglied des Schildower Kreises. Er vertritt den Standpunkt, dass die Folgen repressiver Drogenpolitik schädlich für Familien und deren Kinder sind, insbesondere wenn allein und kausal über den Konsum einer Substanz (speziell bei Cannabis) die elterliche Erziehungsfähigkeit in Abrede gestellt wird oder Kinder in Obhut genommen werden.

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