Michael Knodt

Michael Knodt wurde in Hessen geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Er studierte zunächst Geschichte und Journalistik, absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Zimmermann und reist seit dieser Zeit regelmäßig in Hanfanbau-Länder wie Jamaika oder Marokko. Seit 2004 arbeitet er als freier Mitarbeiter für deutschsprachige Hanf-Zeitschriften und leitete die Redaktion des Hanf Journals als Chefredakteur von 2005 bis 2013. Zur Zeit schreibt der zweifache Vater für das Vice-Magazin, den Nachtschatten-Verlag, Sensi-Seed, Leafly sowie zahlreiche deutsch- und englischsprachige Publikationen. Michael Knodt war zudem langjähriger Kopf und Moderator einer der beliebtesten deutschen Sendung zum Thema Hanf und dessen Verbot, Exzessiv TV

 

Mariana Pinzón Becht

Mariana Pinzón Becht, geboren 1982 in Panama, ist in Mexiko aufgewachsen. Sie studierte an der Uni Heidelberg Religionswissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft und war stark in der Studi-Vertretung aktiv. Sie engagiert sich für die Trennung von Staat und Kirchen, für die Legalisierung von Cannabis und für die Rechte von Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.

Mariana Pinzón Becht ist Sprecherin des Bundesweiten Arbeitskreis Säkulare Grüne und war zuvor AK Säkulare Grüne Baden-Württemberg und war zuvor Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Internationales. Zudem war sie Aktivistin bei der Heidelberger Ortsgruppe des Deutschen Hanfverbands und bei der LAG QueerGrün. Sie hat in der vergangenen Legislaturperiode das Wahlkreisbüro des Abgeordneten Manfred Kern(kulturpolitischer Sprecher der Grünen) in Schwetzingen geleitet. Derzeit betreut sie ehrenamtlich bundesweit die Ortsgruppen des Deutschen Hanfverbands.

Reden vonMariana Pinzón Becht auf der Hanfparade

Frank Tempel

Geboren 1969 in Belzig (Brandenburg), absolvierte Frank Tempel eine Berufsausbildung zum Landmaschinenschlosser. 1993 wechselte er in den Polizeidienst in Thüringen. Von 1995 bis 2002 war Frank Tempel zudem in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) aktiv, darunter zwei Jahre als Landesvorstand der Jungen Gruppe.

2009 zog er für die Linkspartei in den Deutschen Bundestag ein. Dort ist er Mitglied des Innenausschusses sowie stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss.
Seit 2010 ist er als drogenpolitischer Sprecher der Linksfraktion bemüht, präventive Ansätze auszubauen und titt für eine Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten ein. Seine Tätigkeit als Kriminalbeamter habe ihm gezeigt, dass das Verbot der Gesellschaft schadet und Strafverfolgung die kriminelle Szene nur stärker mache. Sein Fazit: Der Staat hat über teilweise sehr gefährliche Substanzen komplett seine Hoheit aufgegeben, …was für den Konsumenten extrem risikoreich ist.

Reden von Frank Tempel im Deutschen Bundestag
39. Sitzung des Deutschen Bundestages am 05.06.2014 (TOP 17 Betäubungsmittelrecht). Rede von Frank Tempel zum Antrag “Wirkungen des Betäubungsmittelrechts überprüfen“.
Debatte zum Cannabiskontrollgesetz (CannaKG) am 20.03.2015: Frank Tempel: “Alternativen zum Cannabis-Verbot diskutieren und auch wagen!

Reden von Frank Tempel auf der Hanfparade

Maximilian Plenert

Maximilian Plenert, geboren 1982 in Heppenheim, studierte von 2002 bis 2009 in Heidelberg Physik. Während seiner Studienzeit lebte er in Hüttenfeld, einem Ortsteil von Lampertheim, im Süden von Hessen. Schon als Schüler vor seiner Studienzeit interessierte er sich für Politik. Als 18-jähriger wurde er Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen, engagierte sich im Fachforum Drogen der Grünen Jugend sowie des Arbeitskreises Drogen der Grünen Jugend Hessen und des Bundesnetzwerkes Drogen (BND) der Bundespartei.

Ein Jahr später wurde Maximilian Plenert in den Ortsbeirat Hüttenfeld gewählt, wurde Leiter des Arbeitskreis Drogen der Grünen Jugend Hessen und Mitglied des Kreisvorstandes der Grünen im Kreis Bergstraße. Als Nachrücker kam er 2002 in den Kreistag Bergstraße und wurde zum Delegierten der Grünen im Kreis Bergstraße für die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) gewählt. Im Jahr 2003 kam er als Nachrücker in die Stadtverordnetenversammlung Lampertheim und in den Haupt- und Finanzausschuss der Stadt. Des weiteren wurde er Vorsitzender des Arbeitskreises Drogen als auch drogenpolitischer Sprecher der Grünen Jugend Hessen.

Im Jahr 2004 wurde Maximilian Plenert zum Sprecher des Fachforums Drogen der Grünen Jugend Bundesverband gewählt. Am 12.11.2005 votierte die Mitgliederversammlung der Grünen Jugend auf dem 25. Bundeskongress in Koblenz für den Antrag “Drogenfachgeschäfte“: Die Grüne Jugend forderte die Einführung von Drogenfachgeschäften als Modell für eine alternative Drogenpolitik. Das Modell wurde maßgeblich von Max Plenert vorbereitet und ausgearbeitet.

Seit 2009 lebt Max Plenert in Berlin und arbeitete bis im Frühjahr 2017 für den Deutschen Hanfverband (DHV). Seine Tätigkeiten reichten von der technischen Betreuung der Homepage und Bürocomputer über die täglichen Medienrecherchen bis zum Erstellen des großen monatlichen Pressespiegels für die DHV-Mitglieder. Als Cannabispatient und Experte im Bereich Cannabis als Medizin konzentriert er sich derzeit gänzlich auf den Bereich Cannabis als Medizin und ist Mitorganisator der regelmäßigen Treffen der Cannabispatienten in Berlin und publiziert stets aktuelle Informationen auf seinen Blogs “Alternative Drogenpolitik” und “Besser leben mit Cannabis” wie auch auf seinem YouTube Kanal „Bewusstseinsbeweger“.

Maximilian Plenert ist Mitglied im Bundesvorstand des Bundesverbandes für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik akzept e.V. und Mitglied sowie Administrator der Webseiten des Schildower Kreises – ein Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis, das auf die schädlichen Folgen der Drogenprohibition aufmerksam machen und legale Alternativen zur repressiven Drogenpolitik aufzeigen will. Zudem veröffentlichte er mit Heino Stöver die Broschüre “Entkriminalisierung und Regulierung – Evidenzbasierte Modelle für einen alternativen Umgang mit Drogenhandel und –konsum” im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Reden von Maximilian Plenert auf der Hanfparade

 

Niklas Schrader

Niklas Schrader, geboren 1981 in Berlin, ist Mitglied des Abgeordnetenhaus von Berlin, Mitglied des Vorstandes der Fraktion Die Linke und Sprecher für die Politikfelder Datenschutz, Verfassungsschutz und Drogenpolitik.

Niklas Schrader absolvierte sein Abitur 2001 am Fichtenberg-Gymnasium in Berlin-Steglitz und leistete seinen Zivildienst beim Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige. Im Anschluss studierte er Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (2005 B.A. und 2009 M.A) und am King’s College in London. Nach seinem Studium war er für die Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus als Referent für Innen- und Rechtspolitik, Verfassungsschutz und Datenschutz, sowie auch für Flüchtlingspolitik tätig.

Er ist Mitglied bei der Humanistischen Union und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Florian Rister

Florian Rister (DHV) studierte Politikwissenschaft in Marburg und arbeitete dort in der Betreuung eines an MS erkrankten Ehepaars sowie einem Kontaktladen für Drogenkonsumenten. Seit 2010 engagierte er sich ehrenamtlich im Alice-Project in Frankfurt am Main sowie bei der Hanf-Initiative Frankfurt und trat dem DHV sowie Anfang 2012 auch der Piratenpartei bei. Nach jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit z.B. im Forum des DHV begann er im April 2014 seine feste Anstellung beim DHV. Lange bearbeitete er Anfragen, betreute Social Media Seiten und arbeitete mit den verschiedenen DHV-Ortsgruppen. Zum April 2017 begann er seinen neuen Posten als stellvertretender Geschäftsführer beim DHV.

Jugendrichter Andreas Müller

Andreas Müller

Andreas Müller, geboren 1961 in Meppen im Emsland, ist Jugendrichter in Bernau bei Berlin. Nach dem Jura-Studium und anschließenden Referendariat in Berlin wurde Andreas Müller 1994 Richter im Land Brandenburg, zunächst als abgeordneter Richter aus Münster (NRW) in Frankfurt an der Oder und in Strausberg. Seit 1997 ist Müller am Amtsgericht in Bernau bei Berlin als Richter tätig, die meiste Zeit davon ausschließlich als Jugendrichter.

Bundesweites Aufsehen erregte er, als im Jahr 2000 bekannt wurde, dass er neben harten Arreststrafen Neo-Nazis als Bewährungsauflage das Tragen von Springerstiefeln, die er als Waffen einstufte, untersagte. Müller ist bekannt für seine Härte. Er verurteilte weit mehr als 100 Neonazis, teilweise zu mehrjähriger Haft ohne Bewährung. Jugendliche Skinheads ließ er in Handschellen aus dem Gerichtssaal abführen. 2010 berichtete die Die Welt unter dem Titel “Jugendrichter Müller verteidigt Kirsten Heisigs Erbe“, dass in Bernau – früher einer der Neonazi-Hochburgen Brandenburgs – seit Jahren kein Verbrechen mit rechtsextremem Hintergrund mehr verübt worden sei und bringt diesen Umstand in direkten Zusammenhang mit Müllers Urteilen.

Im September 2015 veröffentlichte Müller im Herder Verlag sein Buch, Kiffen und Kriminalität, in dem er sich einem seiner großen Themen, der Legalisierung von Cannabis, widmet. In dem Buch zeigt Andreas Müller deutlich auf, welche Auswirkungen das Verbot von Cannabis auf die Gesellschaft und einzelne Menschen hat. Dabei lässt er auch seine persönlichen sowie beruflichen Erfahrungen mit einfließen und fordert ganz klar eine Legalisierung der weit verbreiteten Substanz. Wer Jugendrichter Andreas Müller noch nicht kennt, kann sich in diesem DHV-Video einen ersten Eindruck von seiner Meinung und seinen Argumenten machen.

Andreas Müller ist Mitglied von Law Enforcement Against Prohibition Deutschland (LEAP Deutschland). LEAP (Law Enforcement Against Prohibition, Gesetzeshüter gegen Prohibition) ist ein Verein, der sich für die Entkriminalisierung des Drogenkonsums einsetzt und niemand kennt die Folgen einer allein auf Kriminalisierung und Repression setzenden Drogenpolitik besser als diejenigen, die sie durchsetzen müssen. LEAP stellt sich eine Gesellschaft vor, in der die Drogenpolitik positiv wirkt und unsere Gemeinden sicherer macht. LEAP hat sich als Ziel gesetzt die Öffentlichkeit, die Medien und die Politik über das Versagen der bisherigen Drogenpolitik aufzuklären.

Theo Pütz

Theo Pütz, geboren 1968, ist Mitbegründer und war zeitweise Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen. Zudem engagierte er sich in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts beim Bundesnetzwerk Drogenpolitik bei Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2002 ist er Mitglied im Verein für Drogenpolitik und baute dort das Fachreferat Drogen und Verkehrssicherheit auf. Seit Dezember 2006 war Theo Pütz zweiter Vorsitzender des Vereins für Drogenpolitik, seit März 2009 ist er erster Vorsitzender.

Theo Pütz ist nicht nur einer der bekanntesten Experten in Sachen Verkehrsrecht, sondern gilt auch als bester Kenner der Materie betreffend medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU). Die MPU erstreckt sich auf drei Bereiche – eine ärztliche und eine psychologische Untersuchung und einen Leistungstest. Zum 52. Deutsche Verkehrsgerichtstag vom 29. bis 31. Januar 2014 in Goslar veröffentlichte der Nachtschatten Verlag in Solothurn das umfassende Nachschlagewerk “Cannabis und Führerschein” von Theo Pütz.

Im VideoBlog Tagesrausch von Steffen Geyer informiert Theo Pütz im Video “Polizeikontrolle und Schnelltests” über das richtige Verhalten bei Drogenkontrollen im Straßenverkehr. Was muss man über Wisch-, Piss- und Schweißtests wissen? Welche Regeln gelten für die Blutentnahme? Was sollte man sagen, was lieber verschweigen. Im Teil zwei des Interviews über Drogen im Straßenverkehr “Blutprobe und Trunkenheitsfahrt” informiert Theo Pütz über die Nachweiszeiten verschiedener Drogen und erklärte die Folgen positiver Blutproben. Im dritten Teil der Interviewserie “MPU und Führerscheinentzug” erklärt er unter anderem, warum selbst diejenigen Konsumenten, die nie berauscht gefahren sind, eine MPU (Idiotentest) fürchten müssen und unter welchen Umständen der Führerschein entzogen wird.

Der Spezialist in Sachen Drogen und Fahrerlaubnis Theo Pütz ist zertifizierter Suchtberater und leitet das Beratungs-Netzwerk-Fahreignung (B-N-F).