Infobanner zum Global Marijuana March 2024 in Deutschland

Aufruf zum GMM im Mai 2024: Global Marijuana March

Der Global Marijuana March 2024 steht unter einem besonderen Stern. Da seit dem 1. April Cannabis für Erwachsene entkriminalisiert ist, werden die Teilnehmenden somit ganz entspannt ohne Angst vor Strafverfolgung bei den Demos mitlaufen können! Dass die Entkriminalisierung jedoch nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer vollumfänglichen Legalisierung von Cannabis sein kann, darauf macht das diesjährige Motto “Shops statt Cops” aufmerksam.

Anfang Mai werden in vielen Städten Deutschland wieder die GMMs stattfinden. Da das CannG am 1. April in Kraft getreten ist, werden die GMMs einerseits natürlich ein guter Anlass sein, die erfolgte Entkriminalisierung zu feiern, und andererseits auf die Missstände und Unzulänglichkeiten der neuen Realität hinzuweisen. Denn auch das neue Gesetz besitzt eine Vielzahl an ungerechten Regelungen, z.B. das Konsumverbot innerhalb der Anbauvereinigungen, Abstandsregeln oder willkürliche Besitzobergrenzen, die so für andere Genussmittel nicht existieren und deshalb weiterhin ein Einfallstor für eine Strafverfolgung von Konsumierenden darstellen.

Ebenfalls macht das CanG kein überzeugendes Angebot an die größte Gruppe der Cannabiskonsumenten in Deutschland – die Gelegenheitskonsumenten. Für diese Gruppe ist eine Mitgliedschaft in einem Verein bzw. der Eigenanbau unattraktiv oder unpraktikabel, wenn nur wenige Male im Jahr konsumiert wird. Um dieser Mehrheit der Konsumierenden ein legales Angebot zu machen, braucht es eine echte Legalisierung samt Fachgeschäften. Daher lasst uns die hoffentlich erfolgte Entkriminalisierung gemeinsam auf den GMMs feiern, aber gleichzeitig dürfen wir nicht das große Ziel einer vollumfänglichen Legalisierung aus den Augen verlieren! Shops statt Cops!

Auf der Aktionswebseite findet ihr eine Auflistung aller bisher bestätigten GMMs im Mai. Falls ihr in eurer Nähe keine GMM-Demo finden solltet, meldet doch selbst eine Demonstration an! Der DHV unterstützt wie jedes Jahr lokale Initiativen mit Informationen zur Anmeldung einer Demo, bietet kostenlos Designs für Plakate/Flyer und vernetzt Aktivisten deutschlandweit. Ausführliche Hinweise, wie ihr selbst eine Demo bei euch vor Ort anmelden könnt und weitere wichtige Infos sowie die Möglichkeit, eure Demo als Teil der offiziellen Kampagne zu registrieren, findet ihr hier.  

Der GMM lebt von eurer aktiven Beteiligung. Nur durch die Kraft und Energie vieler einzelner Menschen weltweit wurde dieses Event zu so einem bedeutenden Teil der internationalen sowie der deutschen Hanfszene. Beteiligt euch an den Gruppen in eurer Gegend oder gründet selber welche. Gemeinsam sind wir stark und können es schaffen.

Foto von Philipp Gärtner, green pioneers in Fulda

Philipp Gärtner

Philipp Gärtner ist Chief Executive Officer von green pioneers, eine Firma für hochwertige Produkte aus Nutzhanf in Fulda. Philipp kümmert sich vor allem um geschäftliche Kooperationen, PR und Marketing. Außerdem hat er die rechtlichen Aspekte des Start-Ups immer im Blick.

Die Staatsanwaltschaft Fulda wirft dem Unternehmen „Green Pioneers“ fahrlässigen Handel mit Betäubungsmitteln vor. Eigentlich klang das Projekt vielversprechend: Mit der 2018 gegründeten Firma wollte das Trio Produkte aus Nutzhanf verkaufen. Verkauft wurden etwa etwa Naturkosmetik und Lebensmittel. 2021 schafften es die „Green Pioneers“ mit diesem Konzept sogar bis ins Halbfinale des Hessischen Gründerpreises. Zwischenzeitlich baute das Unternehmen auf 50 Hektar Nutzhanf an. Doch im selben Jahr schaltete sich die Staatsanwaltschaft Fulda ein. Das Amtsgericht Fulda ging nicht davon aus, dass der THC-Gehalt in den Produkten von „Green Pioneers“ eine Rauschwirkung entfalten könnte. Deshalb wurden die früheren Geschäftsführer der Fuldaer Firma im Februar 2023 freigesprochen.

Doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein. Seither ist das Verfahren in der Schwebe. Es wurde noch nicht mal ein neuer Verhandlungstermin vor dem Landgericht angesetzt. Der wirtschaftliche Schaden, den Gärtner auf 750.000 Euro schätzt, hätten die Unternehmer nun dazu gezwungen, Insolvenz anzumelden.

Uwe Banton, Reggeakünstler aus Bielefeld

Uwe Banton

Wenn der in der Nähe von Bielefeld aufgewachsene Uwe „Banton“ Schäfer die Bühne betritt, dann strömen die Reggeafans quer durch alle Altersklassen in die Clubs oder auf Festivals. Bodenlange Dreads und die Liebe zum Roots Reggea machten den Mitvierziger jedoch nicht nur in Deutschland bekannt. Uwe Banton füllt auch jenseits des Atlantik die Hallen, hat er sein Handwerk doch schon im zarten Alter von 15 bei einem Jamaikaurlaub erwählt.

Seine Homepage: uwebanton.com

Uwe Banton - The Roots Of It (Cannabis Song)
Foto von Ras Perez, Raggae Artist

Ras Perez

Comes from the nature island of the Caribbean. He became involved with music at a very early age, influenced mainly by what was being played over the radio at that time. It soon became clear that music was a universal language that he had to learn. He started out by playing melodica together with his elder sister singing, and younger brother beating away at anything to have as „drums“. They soon were able to play their version of almost everything that was heard over the radio, which was at the time coming all the way from Trinidad. Throughout his teens, „Perri“ caught the eyes of the local bandsmen and was invited to join the „Ebonites“ band from Grand Bay. It was ranked as one of the top outfits coming out of Dominica at that time. They had a reputation for discipline, and were known to be able to read and write music, and not just „play by ear“. Starting out on bass, he then moved to learn keyboards to replace an outgoing member. From then on it was a smooth transition to guitar and other instruments.

The name “ Perez“ was given because of his love for Latin music especially that of the maestro Perez Prado. Years later, together with his brother and friends, the group „Black Machine“ was founded and recorded albums in Guadeloupe and Martinique respectively. After years of touring and recording in Dominica, Saint Lucia, Guadeloupe and Martinique, they disbanded but the drive to continue was always present. In 1988 after much thought, Ras decided to take a trip outside the Caribbean, and went to visit a friend in Salt Lake City. Some seeds of reggae were sown in that region, resulting in the formation of RAW (Reggae Ambassadors World Wide) by then local reggae radio host Papa Pilgrim.

After a year and a half it was time to move, and some time was spent with some friends gigging in and around Boston and New York, before making the trip back to the Caribbean and then to Europe. Ras Perez arrived in Paris in ’89 and found reggae to be in a ripe and ready stage of development. Five years was spent in the city of light recording and touring with the top DJs and local roots ensembles.

 In ’93 Ras Perez took a trip to Berlin and has been there ever since.

With decades of experience in music, Ras Perez has gained quite a notable reputation through his music. Not content to rest on his laurels, he is always working towards the next release, thus adding more to his repertoire.
Since It is a fact that music should be shared with listeners as much as possible, Ras Perez tours on a regular basis, making public appearances nationally and internationally.

Foto von Patrick Werth

Patrick Werth

Patrick Werth ist als Heilpädagoge in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Hochschullehre tätig.

Er ist Mitarbeiter im Kinderschutz-Kompetenzzentrum der Science to Business GmbH – Hochschule Osnabrück, wo er Fachkräfte aus der Jugend- und Eingliederungshilfe zum Themenspektrum “Gefährdungsmerkmale und Schutzbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen” fortbildet. Neben dem Kinderschutz gehört vor allem die inklusive Gestaltung der stationäre Jugend- und Erziehungshilfe zu seinem Schwerpunkt in Wissenschaft und Praxis. Patrick Werth ist für den BHP e.V. Mitglied der AG Schutz des Nationalen Rats gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Hier berät er Familien und Fachkräfte der Jugendhilfe zu unterschiedlichen Themen, bildet Insofern erfahrene Fachkräfte gemäß §8b SGB VIII aus und begleitet Organisationen bei der Entwicklung von Schutzkonzepten.

Patrick ist auch Mitglied des Schildower Kreises. Er vertritt den Standpunkt, dass die Folgen repressiver Drogenpolitik schädlich für Familien und deren Kinder sind, insbesondere wenn allein und kausal über den Konsum einer Substanz (speziell bei Cannabis) die elterliche Erziehungsfähigkeit in Abrede gestellt wird oder Kinder in Obhut genommen werden.

Foto von Michael Kleim

Michael Kleim

Schon in der DDR publizierte Michael Kleim im Untergrund zu Menschenrechtsfragen, war in der Tramper-Szene sehr aktiv und bekam auch in andere Subkulturen einen tiefen Einblick. Er studierte später Theologie, wurde nach 1989 Pfarrer in Thüringen und veröffentlichte seither staatskritische Artikel zur Thematik von Prohibition und Menschenrechte, wobei er damit an Beiträge zu kulturellen, religionsgeschichtlichen und spirituellen Aspekten von Drogengebrauch anknüpft. Neben seinem Aktivismus in der Menschenrechtsbewegung, setzt er sich konsequent mit der aktuellen Drogenpolitik auseinander und gilt als strikter Gegner der Prohibition.

Seine Artikel erschienen u.a. in „Alternativer Drogen- und Suchtbericht“, in der „huffingtonpost“, im „Tagesspiegel CAUSA“, in dem Magazin „Vice“ und im TAZ Blog „Drogerie“. Außerdem ist er Mitautor der Ausstellung „Drogenkultur – Kulturdrogen“ der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V., Mitglied im „Schildower Kreis“ und bei „akzept e.V.“, Autor bei “Lucys Rausch”, arbeitet seit über 20 Jahren als Seelsorger in Gera und bekam den „Thüringer Demokratiepreis 2019“ sowie 2022 den „Werner-Sylten-Preis“ verliehen.

Auf der Gründungsversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1948 in Amsterdam wurde zu Recht festgestellt: „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“ Das gilt noch immer „auch Drogenkrieg soll nach Gottes willen nicht sein.

Foto von Alexander Buddix Zierden auf der Hanfparade

Alexander -Buddix- Zierden

Buddix (52) ist Ende 2019 über die medizinische Wirkung wieder zum Hanf gekommen. Er sagt, wie viele andere Patienten: Es ist wie ein Wunder! und prägte den Spruch: Medizin muss halt nicht immer bitter schmecken. Seitdem ist er zum leidenschaftlichen Kämpfer für alle Aspekte der Pflanze als Medizin, Genussmittel und Rohstoff geworden. Sein fester Wille ist, dass auch Genusskonsument:innen die Vorteile der Legalität in Anspruch nehmen dürfen. Er will für Entstigmatisierung und ein positives Bild in der Gesellschaft sorgen.

Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied des CSC Düsseldorf, über den er zum Dachverband deutscher Cannabis Social Clubs (CSCD) gekommen ist und Vorstandsmidglied wurde. Das Konzept vieler kleiner, nicht kommerziell ausgelegter Vereine, entspricht seinem Naturell Gemeinschaft leben zu wollen.

Buddix war viele Jahre beruflich im Kommunikationsbereich tätig und möchte mit dieser Kompetenz für Transparenz und Austausch zwischen dem Dachverband deutscher Cannabis Social Clubs (CSCD) und seinen Mitgliedern sorgen.

EUCannaJobs

EUCannaJobs ist die erste Cannabis-spezifische Jobplattform für die europäische Gemeinschaft. Wir verbinden Arbeitgeber und Kandidaten in der europäischen Cannabis-, CBD- und Hanfindustrie durch strategische Stellenausschreibungen und maßgeschneiderte Direktrekrutierung.

Weiter geht es auf unserem Portal: www.eucannajobs.com

22.3. Bundesrat zu Cannabis

Am 22.3. wird der Bundesrat das neue Cannabisgesetz hören. Es bleibt abzuwarten, ob der Gesetzesentwurf sofort in Kraft treten kann, oder noch in einen Vermittlungsausschuss muss. Seit einigen Tagen rollt die Welle der Cannabisaktiven, per eMail, Post, Telefon an die Landesabgeordneten.

Es wird zu der Sitzung des Bundesrats einen Livestream geben, der über die Startseite eingeblendet wird, sowie über die Mediathek zu sehen ist.

Bundestag berät heute über das Cannabisgesetz

Am heutigen Mittwoch, den 18. 2023, berät der Bundestag erstmals über den Gesetzentwurf „Zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften“, das sogenannte „Cannabisgesetz“ (siehe Tagesordnung). Diese wichtige Diskussion kannst du live ab ca. 18:30 Uhr auf der Seite des Bundestages verfolgen.

Es ist die 1. Lesung, was bedeutet, dass bis zur 2./3. Lesung sich der Inhalt des vorgeschlagenen Gesetzes noch ändern kann.

Wir sind gespannt, wie die Diskussion verläuft und wie Jahrzehnte der Aufklärung, Demonstationen und Aktivismus nun zu einem vorläufigen Ergebnis kommt!

Denn es geht noch weiter. Es gibt viele Probleme mit dem neuen Gesetz, wenn es so ungeändert in Kraft treten sollte. Viele Gründe, um weiterhin auf die Straße zu gehen und für unsere Rechte zu demonstrieren!