Archiv der Hanfparaden 1997 bis 2011

Hier findest du Informationen über die Hanfparaden der letzen fünfzehn Jahre. Obwohl wir uns bemühen, möglichst viele Bilder, Videos, Tondokumente und Presseberichte zu sammeln, ist unser Archiv leider nicht vollständig.
Wenn du weiteres Material – insbesondere zu den ersten Ausgaben der größten deutschen Legalisierungs-Demonstration – hast, dann melde dich bitte bei uns!

Hanfparade 1997 - Vortragsangebot im Nutzhanfareal Hanfparade 1997 - Legalisierung jetzt! Mit Hanf in die Zukunft
Am 23. August 1997 fand die erste Hanfparade in Berlin statt. Zehntausende folgen dem Aufruf der „Umherschweifenden Haschrebellen“ und des H.A.N.F. e.V. zur ersten bundesweiten Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel.
Hanfparade 1998 - Blick von der Bühne zum Brandenburger Tor Hanfparade 1998 - Der Kampf geht weiter
Am 29. August 1998 trafen sich erneut Menschen aller Bevölkerungsschichten zu einer Hanfparade. Die Teilnehmer reisten aus ganz Europa an, um ihrer Forderung – der Legalisierung von Cannabis – Ausdruck zu verleihen.
Angeführt von etlichen Wagen und Treckern bewegten sich tausende Hanfsympathisanten vom Alexanderplatz in Richtung Brandenburger Tor, um dort die Abschlusskundgebung zu erleben.
Hanfparade 1999 - Blick über die Demonstration Hanfparade 1999 - Mit Hanf in die Zukunft
Obwohl der Verein Bündnis Hanfparade e.V. Anfang des Jahres 1999 kurz vor der pleite stand, gelang es durch die Solidarität vieler CannabisfreundInnen dennoch eine große Legalisierungsdemo zu organisieren.
Auf eine große Bühne musste am 28.08.1999 jedoch aus Geldmangel verzichtet werden.
Hanfparade 2000 - Verlogener Politiker oder Anständiger Joint? Hanfparade 2000 - Legalize it globally!
Im „Jahr der großen Zwei“ begannen die Veranstalter verstärkt damit, die Hanfparade in die internationale Hanfszene einzubinden. So entstand auch der Slogan „Legalize it globally!“. Leider bereitete ein Jahrhundertsturm der Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor ein jähes Ende.
Hanfparade 2001 - Transparent an einem Paradewagen Hanfparade 2001 - Kein Krieg gegen Pflanzen
Ein Jahr später traf man sich in Kreuzberg. Die Hanfparade 2001 stand unter der Losung „Kein Krieg gegen Pflanzen“ am Halleschen Tor und führte durch die Ostberliner Innenstadt zum „Platz vor dem Roten Rathaus“. Unterwegs gab es Zwischenkundgebungen vor der SPD-Zentrale und dem Außenministerium, um an diesem 1. September auch während der Demonstration den politischen Charakter stärker zu betonen.
Hanfparade 2002 - Bild von der Sträflingsaktion Hanfparade 2002 - Für Hanfgebrauch! Gegen Hanfmi§§brauch! Aufklärung statt Verbote!
Mit der Hanfparade 2002 wollte man viel Neues bieten und so traf sich der „Straftäter-Massenauflauf“ am prunkvollen Potsdamer Platz und zog zur Gedächtniskirche. Unterwegs gab es eine Zwischenkundgebung vor der CDU-Zentrale, auf der Hans-Christian Ströbele mit den Worten „Gebt das Hanf frei!“ die Freigabe des von der Polizei beschlagnahmten Nutzhanfs forderte.
Hanfparade 2003 - Riesige Bong an einem Paradewagen Hanfparade 2003 - Gebt das Hanf frei!
Im Jahr 2003 traf man sich vor dem Bundesfinanzministerium und zog mit 5000 Hanffreunden aus ganz Europa zum Kurfürstendamm. Dort wurde unter dem Motto „Gebt das Hanf frei!“ bis in die Nacht gefeiert. Politischer Höhepunkt des Tages waren sicherlich die Reden von Hans-Christian Ströbele von den Grünen und Jan van der Tas (Botschafter der Niederlande in Deutschland a.D.). Trotz Regens und massivem Polizeieinsatz folgen einige tausend Hanffreunde dem Ruf „Gebt das Hanf frei!“. Als kurz vor der Abschlusskundgebung die Sonne raus kam, verdoppelt sich die Anzahl der Demonstranten binnen Minuten.
Hanfparade 2004 - Modenschau auf der Hauptbühne Hanfparade 2004 - Get Wise - Legalize! Drogenfahnder zu Kleingärtnern!
Nach der Auftaktkundgebung am Roten Rathaus zogen am 14. August 2004 rund 3000 Hanffreunde in Richtung Kreuzberg. An der chinesischen Botschaft hielt der Demozug für eine Zwischenkundgebung. Auf dem Oranienplatz angekommen, hatten die 8000 Teilnehmer eine Menge Spaß an der Abschlusskundgebung: Auf der Hauptbühne meldete sich unter anderem die Bezirksbürgermeisterin von Kreuzberg/Friedrichshain, Cornelia Reinauer, zu Wort. Als „Gastgeberin“ ließ sie es sich nicht nehmen, ihre Zukunftsvision einer vernunftgesteuerten Drogenpolitik vorzustellen.
Hanfparade 2005 - Götz Widmann auf Paradewagen Hanfparade 2005 - Wir sind das Hanf!
2005 nahmen erneut weniger Menschen als in den Vorjahren teil. Es kamen leider nur noch rund 1000 Demonstranten zur Startkundgebung vor dem Roten Rathaus, dem Sitz der Berliner Regierung. Durch den Prenzlauer Berg führte die Hanfparade 2005 zum Mauerpark. Die dort geplante Abschlusskundgebung wurde jedoch von der Umweltbehörde des Bezirks Pankow verboten.
Hanfparade 2006 - Nutzhanf am Brandenburger Tor Hanfparade 2006 - Legalisierung Jetzt! Umdenken statt Milliarden verschenken!
An der zehnten Hanfparade nahmen laut Polizeiangaben rund 1500 Menschen teil. Die Berliner Polizei war mit rund 260 Beamten und Beamtinnen vor Ort und führte insbesondere bei der Auftaktkundgebung am Alexanderplatz massive Kontrollen auf Betäubungsmittel durch. Der wichtigste Einsatz der Polizei erfolgte jedoch schon Stunden vorher, als ein Feld aus circa 10.000 Hanfpflanzen von den Beamten abgeschnitten wurden. Dies geschah, obwohl die erforderlichen Genehmigungen der Versammlungsbehörde, des Bundesinnenministeriums und der Polizei vorlagen.
Hanfparade 2007 - Leittranspararent der Demonstration Hanfparade 2007 - Gib mir 5! Gegen Gift im Gras!
Nachdem der Verein Bündnis Hanfparade e.V. die Insolvenz beantragen musste, sah es lange so aus, als würde es 2007 gar keine Hanfparade geben. Dem „neuen“ Organisationsteam gelang es dennoch rund 2000 Demonstranten zur Teilnahme zu motivieren. Statt einer Abschlusskundgebung gab es im YAAM eine fette After-Hanfparade-Party unter dem Motto „Vibez to Legalize“.
Ansicht der Spitze der Demonstration - kleine Version Hanfparade 2008 - Jugendschutz, Verbraucherschutz, Legalisierung!
Auch im Jahr 2008 fanden sich von der herrschenden Politik unerschütterliche, um die Hanfparade zu organisieren. Die Teilnehmerzahl war im Vergleich zum Vorjahr erfreulich hoch. Auch die Berliner Polizei zeigte sich sehr präsent, was sich durch viele Personenkontrollen am Startpunkt und Abschlussgelände auszeichnete. Die Abschlusskundgebung musste aufgrund von massiver Einschüchterung durch das auffallend hohe Polizeiaufgebot frühzeitig abgebrochen werden.
Ansicht der Spitze der Demonstration - kleine Version Hanfparade 2009 - Für eine freie Wahl!
Am 1. August 2009 gingen zum 13. Mal im Rahmen der Hanfparade Menschen auf die Straße, um für den längst überfälligen Kurswechsel in der Cannabispolitik zu demonstrieren. In diesem Jahr forderten wir „Eine freie Wahl“, da es bislang ein Privileg der Alkohol- und Nikotinfreunde ist, ihr Gesundheitsrisiko für sich selbst abschätzen zu können. Ohne eine geregelte Abgabe von Cannabisprodukten ist dies für uns nicht möglich. Wir lassen uns von doppelmoralischen Gesundheitsaposteln und verlogenen Politikern nicht unsere Selbstbestimmung nehmen und fordern das Recht eines jeden, Pflanzen für den persönlichen Bedarf zu kultivieren. Wir forderten objektive, und, vor allem, glaubwürdige Aufklärung, die Mündigkeit vermittelt, kurz: Wir fordern eine freie Wahl!
Hanfparade 2010 - Demonstrationszug mit dem Leittransparent "Cannabis ist (Welt)Kultur" vor dem Reichstag in BerlinHanfparade 2010 - Cannabis ist (Welt)Kultur
Die 14. Hanfparade am 7. August 2010 war ein voller Erfolg: Etwa 2000 Menschen haben gemeinsam für die Legalisierung von Cannabis als Medizin, Rohstoff und Genussmittel demonstriert. Sieben Musikwagen haben die Massen zum Tanzen gebracht, und ein Highlight war die Live-Performance von Ganjaman auf der Abschlusskundgebung, die auf der Scheidemannstraße vor dem Gebäude des Deutschen Bundestages in Berlin stattfand. Die zentrale Forderung der Hanfparade ist, die gesamte Hanfkultur dem immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zuzuordnen. Hanf soll als Rohstoff, Lebens-, Genussmittel und Medizin zum Wohl der Menschheit genutzt und die gegenwärtige – ausschließlich auf Strafverfolgung ausgerichtete – Drogenpolitik beendet werden.
Ansicht des Markt der Möglichkeiten mit Bühne Hanfparade 2011 - 40 Jahre sind genug! BtMG Adé
Der 6. August 2011 war ein besonderer Tag. Rund 3000 Menschen gingen gemeinsam auf die Strasse, um unter dem Motto "40 Jahre sind genug - BtMG adé" zu demonstrieren. Das Betäubungsmittelgesetz hat in seinen 40 Jahren bestand mehr Schaden bei Cannabiskonsumenten angerichtet als es die Pflanze jemals könnte. Zugleich war es das Jahr der Cannabismedikamente, da die Bundesregierung durch die 25. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften eine entsprechende Möglichkeit für den pharmazeutischen Markt schuf. Cannabis als pflanzliche Medizin für sich selbst Anzubauen ist allerdings weiterhin ohne Genehmigung strafbar. Das musste auch das Orgateam schon am frühen Morgen erleben, da die Polizei mit ihren Beamten gegen große Teile der Abschlussveranstaltung vorgingen. Somit wurde der "Markt der Möglichkeiten" Seitens der Behörden auf nur eine handvoll Infostände sowie die Bühne beschnitten. Die zahlreichen Teilnehmern konnte dies an ihrer politischen Meinungsbildung nicht hindern, und so demonstrierten Hunderte mit Götz Widmann, dem Samsara Blues Experiment und Conexión Musical und vielen anderen bis in den Abend.
Ankunft der Hanfparade 2012 am Brandenburger Tor / Strasse des 17. Juni Hanfparade 2012 - Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit
"Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit" war das Motto der Hanfparade 2012 unter dem etwa 4500 mit einem grossen Umzug durch die Stadt demonstrierten. Genussmittel legalisieren - Freiheit besteht in der Möglichkeit, alles zu tun, was keinem anderen schadet. Cannabismedizin ermöglichen - Die Hanfparade kämpft für das Recht eines jeden Menschen, die Mittel zur Erhaltung seiner Gesundheit frei wählen zu dürfen. Cannabis war jahrtausendelang weltweit eine der meist verwendeten Medizinalpflanzen. Der Krieg gegen Drogen machte dem quasi über Nacht ein Ende. Diskriminierung der Hanfpflanze beenden - Gerechtigkeit bedeutet, Gleiches gleich zu behandeln. Das BtMG ist eine Rechtsnorm, die Teile der Gesellschaft diskriminiert.

Wie es mit der Hanfparade weitergeht, hängt von dir ab! Auf dieser Webseite findest du vielfältige Angebote, wie du die nächste Ausgabe der Legalize-Demo Deutschlands zu einem Erfolg machen kannst. Wir sehen uns im August in Berlin!

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