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Wie man eine Pro-Cannabis Demonstration durchführt

Du denkst darüber nach, in deinem Wohnort einen Global Marihuana March oder eine Hanfdemo zu machen? Wir organisieren schon einige Zeit lang Demonstrationen, und hier möchten wir dir etwas von unseren Erfahrungen mitteilen.

David Malmo-Levine ruft die Masse auf zur Demonstration mit seinem traditionellen 'Stoned Katze in dem Hut'

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Es gibt viele „alte Demohasen“. Nutze ihre Erfahrung und vernetze dich mit den Aktivisten in deiner Nähe. Sogar auf Facebook kann man viele Aktivisten finden und an das passende Wissen sowie Hilfe gelangen.

Die richtige Zeit

Wann der richtige Zeitpunkt für deine Demo ist, hängt davon ab, was du vorhast. Wer überregional mobilisieren will, sollte zum Klassiker greifen – Samstag um 14 Uhr ist dann der beste Demobeginn. Kundgebungen mit eher lokalem Bezug kann man hingegen problemlos unter der Woche machen. Nur muss man dann dabei bedenken, dass viele Menschen arbeiten gehen oder zur Schule müssen. Zwischen Montag und Freitag sollte es deshalb nicht vor 18 Uhr losgehen.

Der passende Ort

Du willst dich mit deiner Demo gegen eine konkrete (politische) Entscheidung aussprechen? Dann geh dort hin, wo sie getroffen wurde. Wer eher allgemeine Forderungen hat, ist in der Wahl des Demoortes freier. Dafür spielen dann die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nachverkehr, regionale Demotraditionen und historische Orte eine Rolle bei der Suche nach der passenden Öffentlichkeit.

Auch die Größe deiner Aktion sollte bei der Ortswahl bedacht werden. Wer mit einer kleinen Aktion gesehen werden will, sollte z.B. dorthin gehen, wo die Strassen sowieso voller Schaulustiger sind.

Rechtliches

Eine Versammlung (Demo oder Kundgebung) muss in Deutschland mindestens 48 Stunden vor der öffentlichen Bewerbung bei der zuständigen Stelle (Versammlungsbehörde oder Ordnungsamt) angemeldet werden. Ausnahme bilden hier nur „Spontan-Demos“. Die Behörde muss Demos nicht „genehmigen“, schließlich hat jeder nach dem Grundgesetz das Recht, sich friedlich zu versammeln. Die Behörden können aber Auflagen machen, zum Beispiel "keine Glasflaschen" – welche das aber genau sind, hängt ganz von der jeweiligen Aktion und den jeweiligen Beamten ab.

Wenn dir die Versammlungsbehörde oder das Ordnungsamt Steine in den Weg legen wollen, dann lass nicht den Kopf hängen, sonern rufe Steffen Geyer an! Der hat für juristischen Ärger mit Demos unter 0178 / 65 94 399 immer ein offenes Ohr (und ’ne Menge einschlägige Erfahrung).

Und die Medien?

Was nützt die schönste Aktion, wenn keiner drüber spricht? Um ins Gespräch zu kommen, brauchst du die Hilfe der lokalen und regionalen Medien. Sie sollten deshalb frühzeitig von deiner Aktion erfahren. Stelle sicher, dass JEDE Pressemitteilung Datum, Ort und Zeit, den Grund der Versammlung und Kontaktinformationen enthält.

Kontakte zu Journalisten sind wertvoll! Du solltest dir persönlich bekannte Journalisten deshalb immer auch persönlich anrufen und einladen.

Wenn du von den Medien interviewt wirst, lege dich auf ein Thema fest und sprich möglichst nicht über den Rest der Welt. Dir eher schlecht gesonnene Journalisten werden versuchen, dich von „deinem Ding“ weg zu bringen und dich dazu benutzen wollen, ihre Vorurteile zu bestätigen. Sei darauf vorbereitet und kehre in deinen Antworten immer wieder zu deiner Aktion bzw. Botschaft zurück.

Das Wichtigste: Bleib lustig!

A spoon full of sugar helps the medicine go down – es ist immer besser, bei der Organisation und Durchführung dafür zu sorgen, dass die Beteiligten Spaß daran haben. Ehrenamtliche Arbeit funktioniert nämlich nur, bis die Leute merken, dass sie „arbeiten“.

Niemand darf Perfektion erwarten und jeder kann seinen Teil beitragen. Bleibe geduldig, wenn jemand nur wenig leisten kann. Achte aber darauf, dass deine Mitstreiter sich nur das vornehmen, was sie auch wirklich schaffen. Nicht kostet mehr Kraft als immer wieder über Dinge zu reden, die schon passiert sein sollten...

Bei weiteren Fragen oder Anregungen stehen wir gerne als Ansprechpartner zur Seite. Wir freuen uns auf dich!

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